Noch kein neuer Vertrag fürs Tierheim

Moers..  Am heutigen Dienstag endet der Vertrag zwischen dem Tierschutzverein und der Stadt Moers über die Versorgung von Fundtieren. Ob das Tierheim am Peschkenhof Partner bleibt, ist offen. Derzeit verhandelt die Stadt mit drei Tierheimen und -herbergen in der näheren Umgebung über einen neuen Vertrag, der die Betreuung herrenloser Tiere – im Schnitt 250 im Jahr – gegen eine Pauschale regelt. Bislang war dafür das vom Tierschutzverein betriebene Tierheim in Hülsdonk zuständig.

Doch mit 60 000 Euro, die die Stadt für diese Arbeit jährlich überwies, komme man nicht aus, erklärte der Verein und rechnete vor, dass 100 000 Euro nötig seien. Diese Summe ist wiederum der Stadt zu hoch, die im Übrigen darauf verweist, dass sie sich in der Haushaltssicherung befindet. Konsequenz: Der zum 30. Juni 2015 auslaufende Vertrag wurde nicht verlängert.

Verhandelt wird bis auf den letzten „Drücker“. Der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Peter Kuhnen, war noch bis gestern Abend zu Gesprächen im Rathaus. Einziges Ergebnis: In den kommenden Wochen werden Fundtiere aus Moers exklusiv am Peschkenhof betreut und jeweils einzeln abgerechnet. Bis zum 1. August soll es aber einen neuen „Generalvertrag“ mit einer Einrichtung geben, erklärte ein Sprecher der Stadt auf Anfrage.

Zum Jahresbeginn hatte der Moerser Tierschutzverein bereits die Stadt Kamp-Lintfort als Partnerin an die dortige Tierherberge verloren. Kann man sich nun auch mit Moers nicht einigen und verliert diese Einnahme, dürfte die ohnehin angespannte finanzielle Situation des Vereins noch prekärer werden: „Wir werden dann einiges ändern müssen“, erklärt Vereinschef Kuhnen. Nach wie vor nimmt das Moerser Tierheim Tiere aus Neukirchen-Vluyn, Alpen und Rheurdt auf.

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