Hund attackiert Ziegenherde am Haubachsee

Duisburg. Bei einer Attacke eines großen Hundes auf die Ziegen am Haubachsee, die im Rahmen einer Artenschutzmaßnahme das Seeufer beweiden, wurden Anfang der Woche drei Tiere verletzt, eines davon so schwer, dass es eingeschläfert werden musste. Auch die beiden anderen Ziegen haben nur geringe Chancen zu überleben. Sieben Tiere, darunter auch der Bock der Herde, sind in Panik aus dem Gatter ausgebrochen und konnten erst nach längerer Suche wieder eingefangen werden. Da ein Element des Beweidungszaunes geöffnet wurde, wird vermutet, dass neben dem Hund auch Personen auf der eingezäunten Fläche waren. Derzeit werden die Fotos der Überwachungskameras ausgewertet.

Herber Rückschlag

Nachdem bereits vor zwei Jahren Weidetiere durch einen wildernden Husky zu Schaden kamen, ist der aktuelle Vorfall ein herber Rückschlag für das gemeinsame Projekt von Biologischer Station Westliches Ruhrgebiet und Stadt Duisburg. Das Zurückdrängen der Waldvegetation zugunsten eines offenen und schütter bewachsenen Uferbereiches am Nordostende des Haubachsees fördert zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. So profitieren Libellen von den Kleingewässern im Randbereich. Von diesen wiederum profitiert der Baumfalke, der im angrenzenden Waldgebiet brütet.

Nach der erneuten Attacke ist derzeit unklar, ob das Beweidungsprojekt fortgeführt wird.

Wer am letzten Montag etwas Auffälliges im Bereich des Haubachsees / Saarner Straße bemerkt hat, wird gebeten, sich unter 0203/283-4695 (Dr. Randolph Kricke,r.kricke@stadt.duisburg.de) zu melden.

 
 

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