Hochwasserschutzkonferenz einberufen

Kreis Wesel.  Die Rufe nach einer Hochwasserkonferenz im Kreis Wesel mehren sich: Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen haben entsprechende Anträge für den Umweltausschuss des Kreises gestellt, der am morgigen Mittwoch, 30. November, tagt.

Eine solche Hochwasserkonferenz soll nach Vorstellung der Linken ein kreisweites Konzept entwickeln, das auf Grundlage einer wasserwirtschaftlichen Risikoanalyse Maßnahmen bereithält, um das Hochwasserrisiko beherrschbar zu machen. Kreisangehörige Kommunen, Linksniederrheinische Entwässerungsgesellschaft, Lippeverband, Deichverbände, Isselverbände, Emschergenossenschaft und Vertreter angrenzender Kreise sollten nach Vorstellung der Linken am Tisch sitzen.

In die gleiche Richtung geht ein Antrag der Grünen, die auch das Grundwasserproblem in die Schutzkonzepte einbezogen sehen wollen. Wasser sei ein komplexes System, es halte sich nicht an die Aufteilung in unten und oben, Grund- oder Hochwasser. Eine Konferenz solle kreisweit und überregional agieren, das Fachwissen bündeln und die Verantwortlichkeiten benennen, insbesondere der Verbände und der Bezirksregierung. Der Kreisverwaltung legen die Grünen einen umfassenden Fragenkatalog zum Thema Hochwasser vor.

Jetzt meldet sich auch der Verein Hochwasserschutzverband Niederrhein zu Wort und fordert, eine jährliche Hochwasserschutzkonferenz für den Kreis Wesel und über dessen Grenzen hinaus einzuberufen. Sie solle öffentlich sein, Betroffenen müsse ein Fragerecht eingeräumt werden. „Der letzte ’Runde Tisch Hochwasser’ hat 2013 stattgefunden, so Christopherus Steindor, Vorsitzender des Vereins. „Alle vier bis fünf Jahre, das reicht nicht aus.“ Das Sommerhochwasser habe gezeigt, „dass jederzeit auch in den deichfernen Bereichen eine Katastrophe drohen kann“. Der Hochwasserschutzverband schließe sich der grünen Forderung an.

 
 

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