Grünes Licht für Airport Enschede

Am Niederrhein.. Droht da neue Konkurrenz für den Airport Niederrhein? Die niederländische Provinz Overijssel hat am Mittwochabend beschlossen, den Ausbau des Regionalflughafens Enschede voranzutreiben.

Medienberichten zufolge möchten sich die türkische YDA-Gruppe und das örtliche Unternehmen Air4rs.com als Investor betätigen. Der türkische Investor mache sein Engagement allerdings von Steuervergünstigungen und der Verlagerung von Charterflügen des Amsterdamer Flughafens Schiphol abhängig.

NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper bedauerte gestern die Entscheidung in einer Presseerklärung: Ein Flughafen in Enschede schwäche die gesamte Region. Lienenkämper: „Ein Betrieb von zwei Flughäfen in geringer Entfernung zueinander - Enschede und Münster/Osnabrück – ist zur Versorgung der Region nicht notwendig.“ Es dürfe nicht zu wettbewerbsverzerrenden öffentlichen Subventionen für den Bau und den Betrieb von Flughäfen kommen: „Es sprechen rein wirtschaftliche Gründe gegen einen zusätzlichen Verkehrsflughafen in Enschede“. Der Airport wurde Ende 2007 geschlossen.

Weezes Flughafengeschäftsführer Ludger van Bebber sieht erst einmal keine Gefahren: „So lange ein privater Investor diese Bedingungen stellt, wird das nicht funktionieren.“ Er habe noch nie erlebt, dass einem Flughafen Charterflüge entzogen werden. Zudem sei Enschede mit Weeze nicht vergleichbar: „Da gibt es ein viel schlechteres Einzugsgebiet.“ Viele Kunden kämen auch nicht aus der Region Enschede (80 Kilometer entfernt), so van Bebber.

In einem Gespräch mit der niederländischen Tageszeitung Tubantia sagte der türkische Investor Hüseyin Arslan (YDA Gruppe) in Ankara, dass man 200 bis 250 Millionen Euro investieren wolle. Ohne die Zusicherung einiger Charterflüge aus Amsterdam, werde man allerdings nicht tätig werden können.

 
 

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