Die Finanzierung für die Betuwe-Linie ist gesichert

Jan Jessen
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Foto: WAZ FotoPool

An Rhein und Ruhr. Die Finanzierung des Baus eines dritten Gleises für die sogenannte Betuwe-Linie steht. Das teilte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Donnerstag nach einem Treffen mit seiner niederländischen Kollegin Melanie Schultz van Haegen in Den Haag mit. Landesverkehrsminister Harry K. Voigtsberger (SPD) begrüßte die Ankündigung als „gute Nachricht für NRW“.

Die Betuwe-Linie verbindet die Häfen Amsterdam und Rotterdam mit dem Ruhrgebiet und führt auf deutscher Seite rechtsrheinisch von Emmerich nach Oberhausen. Ihr dreigleisiger Ausbau habe für Deutschland „hohe Priorität“, sagte Ramsauer. Die anteilige Finanzierung des Vorhabens sei nun vonseiten des Bundes gesichert. „Wir gehen davon aus, dass das Land NRW seine finanziellen Zusagen ebenfalls einhält“, so Ramsauer weiter. Werde es, beteuerte sein Kollege Voigtsberger.

Die von Lärm geplagten Anwohner am Niederrhein dürften erleichtert sein: In den vergangenen Monaten hatten sich die Anzeichen vermehrt, der Bund könne den Ausbau der Güterstrecke hinten anstellen – und damit auch die Verbesserung des Lärmschutzes. Insgesamt wird der Ausbau voraussichtlich 1,3 Milliarden Euro kosten, von denen der Bund 64 Prozent trägt. Ramsauer will dafür jetzt mit dem sogenannten „Finanzierungskreislauf Schiene“ einen Sondertopf anzapfen, in den Gewinne des Unternehmens Bahn einfließen.

Mit einem Baurecht für erste Abschnitte des dritten Gleises rechnet das Bundesverkehrsministeriums nun für 2013. Das höhere Güteraufkommen soll mindestens bis zur Fertigstellung des dritten Gleises mit einer Blockverdichtung bewältigt werden – es werden ab dann noch mehr Züge über die Strecke rollen.