Das ist der Gipfel

Prima Ausblick über die Dünenlandschaft.
Prima Ausblick über die Dünenlandschaft.
Foto: WAZ FotoPool
Acht Meter hoch, Sand in den Schuhen und dann ein toller Blick in eine ganz besondere Landschaft. Wir waren unterwegs mit Willi Miesen, in und um und auf den Wisseler Dünen bei Kalkar. Gipfelstürmen am Niederrhein.

Kalkar-Wissel..  Es war ganz klarer Vorsatz. Wir wollten das. Und wir haben mit Willi Miesen den idealen Partner an unserer Seite gehabt. Wirklich: Wir wollten Sie ver-führen. Und, nach fünf Stunden intensivster Ver-Führungskunst, sind wir ziemlich sicher: Wir haben unser Ziel erreicht. Sie werden wiederkommen. Zumindest werden sie künftig nicht einfach mehr nur so durch den Ort fahren, unsere Exkursions-Teilnehmer werden fortan selbstsicher sagen: Hier war ich schon mal. Und ich habe in Wissel eine ganze Menge erlebt.

Weil: Wissel ist nicht nur ein Ortsteil von Kalkar, nicht nur ein verträumtes 2000 Seelen-Gemeindchen, Wissel hat eine ganze Menge zu bieten: eine romanische Kostbarkeit, eine der letzten am Niederrhein überhaupt: die doppeltürmige Tuffstein-Basilika. Echte und wahrhaftige Dünen, bis zu acht Metern hoch. Pfeifengras und Kreuzkröten. Dünentälchen und sogar Störche. Und, u.a., eine fulminante Geschichte als Tabakanbau-Metropole.

Willi Miesen ist Natur- und Landschaftsführer, Niederrhein-Guide. Und er hat unsere „Gewinner“ ganz fürsorglich an die Hand genommen. Und durch die Basilika geführt. Elf Kanoniker lebten hier einst im Umfeld, vier Vikare, es gab eine Stiftsschule (schon im 12. Jahrhundert erwähnt). Und dann sitzt da ein ganz junger Mann an der alten Orgel, Claas Krosse, und stimmt für uns „Großer Gott wir loben Dich“ an. Das war Gänsehaut. Gut, dass Wolbert Baars und Sabine Schijf da waren: Die beiden sind seit wenigen Wochen Chefs im Café-Restaurant Zum Schwan und haben die Truppe wieder fit für den zweiten Teil des Programms gemacht: Wanderung durch die etwa 70 Hektar große Flussdünenlandschaft. Die entstand im Mittelalter – der Rhein hat immer schon den Ort überschwemmt, hat dabei Sand mitgebracht, der nach und nach vom Wind aufgeweht wurde.

Das Herkunftsgebiet der Wisseler Dünensande ist die ursprüngliche Kalflack, ein alter Rheinlauf, der das Dorf einst umfloss. Tja, und dann endete der Tag mit Kaffee und Kuchen stilecht im Dünencafé – mit Sand in den Schuhen und ganz viel Geschichten von Willi Miesen im Gepäck.

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