Kriminelle unter Schock: Polizei Niederlande landet Coup – mit europaweit einmaliger Technik

Mehrere Verdächtige konnte die Polizei anhand ihrer Ermittlungstaktik festnehmen. (Symbolbild)
Mehrere Verdächtige konnte die Polizei anhand ihrer Ermittlungstaktik festnehmen. (Symbolbild)
Foto: imago

Enschede. Es ist ein ausgewöhnlicher Schlag gegen die organisierte Kriminalität, den die Polizei im Osten der Niederlande gelandet hat. Wie die „Westfälischen Nachrichten“ berichten, haben Spezialisten über 260.000 Chats ausgewertet - obwohl diese verschlüsselt waren.

Dadurch gelang es den Beamten, zahlreiche Verdächtige zu ermitteln und auffliegen zu lassen. Die Kriminellen fühlten sich offensichtlich sicher: Offen kommunizierten sie über den Handel mit Waffen, Drogen und Munition. Denn sie nutzen spezielle Handys, die nur für die verschlüsselten Chats genutzt werden konnten.

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Polizei nimmt kriminelle Bande hoch

Die innovative Taktik führte dazu, dass die Täter begannen, sich gegenseitig zu verdächtigen, verriet die Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz. Ecstasy-Labore wurden hochgenommen, was bei den Verdächtigen Argwohn auslöste. Sie bezichtigten ihre Partner, sie bei der Polizei verpfiffen zu haben.

Eine deshalb geplante Vergeltungsaktion konnte von der Polizei unterbunden werden, auch weil die Ermittler erneut Einblicke in den Nachrichtenverkehr hatten.

Chef-Ermittler Aard Garssen: „Unseres Wissens ist es zumindest in Europa noch nicht vorgekommen, dass die Polizei live die verschlüsselte Kommunikation von Kriminellen verfolgen konnten.“

Der Server und die Website, über die der verschlüsselte Nachrichtenverkehr lief, wurden inzwischen stillgelegt. (mb)

 
 

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