Neuss: DSDS-Star erschoss Ex-Freundin vor Blumenladen – diese Handy-Aufnahmen schockieren

Neuss: Blumenladen-Killer vor Gericht

Ex-DSDS-Teilnehmer soll seine ehemalige Freundin erschossen haben.

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Neuss. Die Castingshow DSDS sollte sein großer Durchbruch als Sänger werden. Doch dann geriet sein Stern auf die falsche Bahn. Ex-DSDS-Star Patrick H. soll seiner Ex-Freundin mit einem geladenen Revolver (Smith & Wesson) in Neuss (NRW) aufgelauert und sie mit mehreren Schüssen auf offener Straße getötet haben.

Patrick H. (32), einst Teilnehmer bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS), muss sich deshalb seit Mittwoch vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. Der schwere Vorwurf: Mord, versuchte Vergewaltigung und schwerer sexueller Missbrauch.

Neuss/NRW: Ex-DSDS-Teilnehmer tötete Ex-Freundin

Im Rollstuhl wurde er in den Saal 122 geschoben. Über ihm eine Wolldecke. Erst als die Kameras aus dem Saal waren, zeigte er sich mit gesenktem Kopf und Brille. Zu den schweren Vorwürfen, die Staatsanwalt Stefan Peters vortrug, wollte sich der Angeklagte zu Prozessbeginn nicht äußern. Im Zuschauerraum viele Freundinnen und Familie der Getöteten. Bei der Verlesung der Anklageschrift fließen Tränen.

Neuss: Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft wirft Patrick H. vor, dass er seine Ex-Freundin vergewaltigen und anschließend töten wollte. Am 26. April 2019 gegen 10.20 Uhr konnte die Blondine aus ihrer Wohnung in Neuss zunächst fliehen. Patrick H. setzte nach, feuerte auf der Straße mehrere Schüsse auf seine Ex.

H. verfolgte sie weiter und schoss laut Anklage vor einem Blumenladen aus kurzer Distanz auf die junge Frau. Sie starb kurze Zeit später im Krankenhaus in Neuss an ihren Schussverletzungen. Der Angeklagte wollte sich anschließend selbst das Leben nehmen. Patrick H. legte sich auf die nahegelegene Bahngleise und wurde von einem Güterzug erfasst. Er überlebte schwer verletzt, sitzt seither im Rollstuhl.

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Zwang Patrick H. schon vorherige Freundin zu Sex?

Aus der Anklageschrift wird deutlich: Patrick H. zwang offenbar nicht zum ersten Mal Frauen zum Sex. Schon eine vorherige Freundin soll er 2016 in das Badezimmer seiner Wohnung in Meerbusch gezerrt, die Tür verschlossen und sie zum Oralverkehr genötigt haben. Wenn sie sich widersetze, soll er gedroht haben, werde er sie vergewaltigen.

Nach Trennung geht er mit Messer auf junge Frau los

Das Opfer und Patrick H. hatten sich im Herbst vergangenen Jahres getrennt. Als die junge Frau am Nachmittag des 1. Januars 2019 einige Sachen aus der Wohnung des Angeklagten holte, erfährt Patrick H., dass sie inzwischen einen neuen Freund hatte. Daraufhin soll er sie mit vorgehaltenem Messer versucht haben zu vergewaltigen. Sie soll ihn gebissen haben und sich zu Nachbarn gerettet haben.

Sie sollte mit niemandem außer ihm glücklich werden

Die 27-jährige Versmolderin erwirkte auch deshalb anschließend ein Annäherungsverbot. „Hierüber soll der Angeklagte so wütend geworden sein, dass er sich entschlossen hat, sie zu töten“, so Staatsanwalt Stefan Peters gegenüber DER WESTEN. Der mutmaßliche Killer lauerte ihr laut Anklage mehrfach vor ihrer Wohnung auf, textete sie mit Sprachnachrichten zu. Am 26. April soll er seinen Plan dann in die Tat umgesetzt haben.

Er habe sich auch für die Trennung bei seiner Ex und ihren Eltern rächen wollen, heißt es in der Anklage. Er habe den Eltern seiner Ex zeigen wollen, wie es sei, einen geliebten Menschen zu verlieren und außerdem verhindern, dass seine Ex-Freundin jemals mit einem anderen Mann glücklich werde.

Schockierende Aufnahmen von Tattag

Zu Prozessbeginn spielte das Gericht zwei schockierende Tonaufnahmen des Polizei-Notrufs ab. Es sind Aufnahmen, die nichts für schwache Nerven sind. „Mein Ex-Freund hat eine Pistole, kommen sie in die Gladbacher Straße“, ruft das Opfer ins Telefon. Dann folgen nur noch Schreie, ein Schuss und Stille. „Hallo, hallo, hören Sie mich“, erwidert die Polizeibeamtin. Dann endet das Gespräch.

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Dieter Bohlen mit düsterer Prophezeiung

Patrick H. hatte 2008 bei DSDS mitgemacht, kam sogar bis in den Recall. Doch dann brach er überraschend ab. Das RTL-Castingformat sei ihm zu gestellt gewesen, die Inszenierung lag dem damals 20-Jährigen nicht. Er gründete eine eigene Band, spielte mit ihr sogar bei „Rock am Ring“.

„Ich will nicht Trallala singen“, so seine Begründung damals. „Wenn du jetzt gehst, versaust du dir dein Leben“, soll ihm laut „Rheinischer Post“ Dieter Bohlen damals noch hinterhergerufen haben. Das war wohl kein gutes Omen.

Lebenslange Haft droht bei Verurteilung

Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm lebenslange Haft.

 
 

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