Neujahr: Feinstaubbelastung nach Silvester enorm hoch – an DIESEN Orten im Ruhrgebiet war es besonders alarmierend

An Neujahr waren die Feinstaubwerte in einigen Städten im Ruhrgebiet alarmierend.
An Neujahr waren die Feinstaubwerte in einigen Städten im Ruhrgebiet alarmierend.
Foto: imago images / Gottfried Czepluch

An Silvester wird geknallt, geböllert und gezündelt - für viele gehört Feuerwerk einfach zum Jahreswechsel dazu. An Neujahr lassen sich am Morgen nur noch die Reste der vergangenen Nacht entdecken. Straßenzüge sind übersäht von Silvestermüll.

Nicht nur auf der Straße hinterlässt die Silvesternacht ihre Spuren. Auch für die Luft an Neujahr hat die Böllerei Konsequenzen.

Neujahr: Hohe Feinstaubbelastung

Das Umwelt Bundesamt schlug am Neujahrsmorgen Alarm! „Dicke Luft zum Jahreswechsel“, schreibt die Behörde auf ihrer Webseite. Denn an Neujahr lassen sich die Folgen von Silvester an einem Wert besonders verdeutlichen.

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Durch das Feuerwerk wird nämlich eine Menge Feinstaub in die Luft gepustet. Jährlich rund 4200 Tonnen - der größte Teil davon natürlich an Silvester. Das ist auch sichtbar: Am Neujahrsmorgen hing in vielen Städten ein regelrechter grauer Schleier in den Straßen.

Die Belastung durch Feinstaub sei an Neujahr vielerorts höher als im Vergleich zum Rest des Jahres. In den Städten zeichnen viele Messstationen erhöhte Feinstaubkonzentrationen auf - deutschlandweit.

Das sind die Folgen von Feinstaub

Feinstaub kann dabei ganz unterschiedliche Folgen für den menschlichen Körper haben:

  • vorübergehenden Beeinträchtigungen der Atemwege
  • erhöhter Medikamentenbedarf bei Asthmatikern
  • vermehrte Krankenhausaufnahmen wegen Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen
  • Zunahme der Sterblichkeit

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Gerade im Ballungsgebiet Ruhrgebiet waren die Feinstaubwerte an Neujahr besorgniserregend. Das Umweltbundesamt empfahl sogar: „Wer empfindlich ist oder vorgeschädigte Atemwege hat, sollte körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden.“

Hier war es besonders krass

Sie bewertete die Luftqualität als „sehr schlecht.“ Auf dieser Webseite kannst du dir den „Luftqualitätsindex“ für verschiedene Städte im Ruhrgebiet ausgeben lassen.

Hier war die Konzentration an Neujahr besonders hoch (gewählter Zeitpunkt 14 Uhr):

  • Gelsenkirchen: Kurt Schumacher Straße: 331 µg/m³
  • Dortmund: Brackeler Straße: 227 µg/m³
  • Oberhausen: Mülheimer Straße: 225 µg/m³
  • Essen: Gladbecker Straße: 223 µg/m³
  • Gladbeck: Goethestraße 162 µg/m³
  • Mülheim-Styrum: 134 µg/m³
  • Essen-Vogelheim: 131 µg/m³

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Zur Einordnung: Der Tagesmittelwert von 50 µg Feinstaub pro Kubikmeter darf nicht öfter als 35 Mal im Jahr überschritten werden. Durch die hohe Belastung an Neujahr ist einer dieser Tag davon bereits verbraucht. (dav mit dpa)

 
 

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