Düsseldorf

Neues Gesetz für Studenten in NRW: „Schön verpackt, aber für Studierende nicht tragbar“

Studenten verfolgen an der Universität Köln eine Vorlesung. Die Universitäten in Nordrhein-Westfalen sollen künftig wieder die Anwesenheit von Studierenden in Seminaren verlangen können: Die schwarz-gelbe Landesregierung legte am Dienstag Punkte für das neue NRW-Hochschulgesetzes vor.
Studenten verfolgen an der Universität Köln eine Vorlesung. Die Universitäten in Nordrhein-Westfalen sollen künftig wieder die Anwesenheit von Studierenden in Seminaren verlangen können: Die schwarz-gelbe Landesregierung legte am Dienstag Punkte für das neue NRW-Hochschulgesetzes vor.
Foto: dpa
  • Anwesenheitspflicht an NRW-Unis
  • Schwarz-gelbe Landesregierung legt neues Gesetz vor
  • Studentenvertretung NRW ist sauer

Düsseldorf. Die Universitäten in Nordrhein-Westfalen sollen künftig wieder die Anwesenheit von Studierenden in Seminaren verlangen können: Am Dienstag legte die schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf das neue NRW-Hochschulgesetzes vor.

Wird das Verbot der Anwesenheitspflicht gekippt?

Das unter der früheren rot-grünen Landesregierung eingeführte Verbot von Anwesenheitspflichten soll jetzt endgültig gekippt werden: Die Hochschulen sollen zukünftig selbst entscheiden dürfen, ob und in welchen Bereichen sie die Anwesenheit der Studenten in der Uni verlangen. „Die Lehrenden und Lernenden vor Ort sollen über diese Fragen in den Hochschulgremien gemeinschaftlich selbst entscheiden,“ heißt es im Papier konkret.

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Neues Gesetz soll 2019 in Kraft treten

Das neue Gesetz soll laut dem Wissenschaftsministerium schon bis zum Sommer 2019 durch den Landtag sein. Dann könnte es zum Wintersemester 2019/20 für dich tatsächlich ernst werden.

Studentenvertretung NRW: „Für Studierende nicht tragbar"

Bei der Studierendenvertretung in NRW stößt die geplante Anwesenheitspflicht auf heftige Kritik: „Das ist alles schön verpackt, aber für Studierende nicht tragbar,“ sagte Katrin Lögering vom Landes-ASten-Treffen NRW der Deutschen Presse-Agentur. Das neue Gesetz gehe an der Lebensrealität der Studenten vorbei, von denen viele arbeiten müssten, um ihr Studium zu finanzieren. „Wir fühlen uns im Stich gelassen,“ sagte Lögering. (dpa/mj)