Neue Unwetter - Wetterdienste warnen wieder vor Starkregen

Straße als Wasserstraße: Nicht nur in Duisburg-Duissern standen Straßen wegen unwetterartiger Regenfälle abschnittsweise unter Wasser.
Straße als Wasserstraße: Nicht nur in Duisburg-Duissern standen Straßen wegen unwetterartiger Regenfälle abschnittsweise unter Wasser.
Foto: Kerstin Bögeholz, FUNKE Foto Services
Auch an diesem Freitag stehen in NRW neue Unwetter bevor. Örtlich kann es stark regnen, sagte der Deutsche Wetterdienst. Gewitter auch am Wochenende.

Essen. Nach dem Unwetter ist vor dem Unwetter: Die Wetterlage in NRW entspannt sich auch am Freitag nicht. Am Freitag kann es in NRW örtlich erneut zu Gewittern mit Starkregen kommen, heißt es beim Deutschen Wetterdienst in Essen (DWD).

"Es bleibt schwül und nass", sagt Meteorologin Ulrike Zenkner. Weil nach wie vor feuchte Luftmassen vom Mittelmeer das Wetter bei uns bestimmen. Die Gewitter-neigung steige ab dem Freitagmittag. Mit zunehmender Wärme am Boden und aufsteigender Feuchtigkeit könnten sich Gewitter bilden. Für den Tag werden etwa an Rhein und Ruhr Lufttemperaturen um 25 Grad Celsius erwartet. Nach wie vor ist der Wind relativ schwach. Örtlich entstehende Gewitter würden sich deshalb kaum wegbewegen - was das Unwetterrisiko erhöhe. Wo sich Gewitter bilden, könnten bis zu 40 Liter Regen je Quadratmeter fallen.

Wo genau es gewittern kann, lässt sich nicht vorhersagen, sagen Meteorologen. Es gebe keine Gewitterfront, deren Weg man vorausberechnen kann, Unwetter könnten "im Tagesgang" entstehen, wie es im Sommer häufig passiere. Die NRW-Karte der Seite Unwetterzentrale.de war am Freitagnachmittag nahezu komplett in gelb getaucht ("Vorwarnstufe aktiv"), über Teilen Westfalens und dem Sauerland die Warnstufe orange ("Warnung vor mäßig starkem Unwetter") und zeitweise rot ("Warnung vor starkem Unwetter"). Radarbilder etwa von Wetteronline.de im Internet zeigten am Mittag erste größere Wolkenbereiche im Raum Dortmund und über dem Hochsauerland, die sich zum Nachmittag hin auch über der Eifel, dem Köln-Bonner Raum und dem Münsterland bildeten und ausweiteten.

Wetterdienst warnt vor Unwettern beim Festival "Rock am Ring"

Auch am Niederrhein wurden Schauer und Gewitter "nicht ausgeschlossen", hieß es mit Blick auf den Freitagnachmittag und -Abend. Vor allem in der Eifel und in Rheinland-Pfalz sei mit örtlichen Unwettern zu rechnen. Die Veranstalter des Festivals "Rock am Ring" auf dem Flugplatz des Eifel-Städtchens Mendig meldeten am Freitagmorgen, viele Parkplätze seien durch stundenlange Regenfälle vom Donnerstag noch überschwemmt. Der Wetterdienst Wetter.net warnte, "heftiger Starkregen und Blitzschlag können zu einer großen Gefahr für die Besucher werden".

Am Wochenende drohen auch in NRW weiter Gewitter. "Die Wetterlage bleibt labil", heißt es beim DWD. Am Samstag sei an Rhein und Ruhr mit Tagestemperaturen bis 26 Grad zu rechnen, am Sonntag mit bis zu 27 Grad Celsius. Gewitter und Starkregen würden sich eher auf südliche Landesteile konzentrieren, sagt Meteorologin Ulrike Zenkner. Am Montag dürfte es noch wärmer werden; 28 Grad Celsius würden erwartet - von Sommerwetter und blauem Himmel sei man aber wohl noch weit weg. (dae)