Neue Studie für das Ruhrgebiet: Diese Regionen im Pott erhalten düstere Prognose

Regionen im Ruhrgebiet drohen abgehängt zu werden.
Regionen im Ruhrgebiet drohen abgehängt zu werden.
Foto: dpa

Es steht nicht gut um die wirtschaftliche Entwicklung im Ruhrgebiet. Das Institut für Wirtschaft Köln (IW) hat in einer Studie Wirtschaft, Demografie und Infrastruktur in Deutschland untersucht.

Das bittere Ergebnis: Vier Regionen in NRW drohen wirtschaftlich abgehängt zu werden, alle vier liegen im Ruhrgebiet.

Besonders in der Region Duisburg/Essen und in der Region Emscher-Lippe mit den Städten Bottrop, Gelsenkirchen und dem Kreis Recklinghausen besteht laut der IW-Studie extrem hoher Handlungsbedarf.

„In den beiden Ruhrgebietsregionen lag die Arbeitslosenquote auch 2017 noch über zehn Prozent“, schreiben die Autoren. Mit einer Verbesserung von 0,5 bis 0,6 Prozentpunkten sei die Quote zudem „weniger stark gesunken als im gesamtwirtschaftlichen Trend“.

Ruhrgebiet: Vier Regionen werden abgehängt – was ist zu tun?

Eine hohe Arbeitslosenquote, geringe Produktivität und eine starke Verschuldung der privaten Haushalte werde zunehmend zum Problem.

In der Liste der bundesweit 19 gefährdeten Regionen werden auch Bochum/Hagen sowie Dortmund aufgeführt.
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Was kann getan werden? „Die betroffenen Länder sollten Schuldenerlasse für die Kommunen in Betracht ziehen, damit diese wieder handlungsfähig werden“, schlägt Michael Hüther, Direktor des IW, vor.

Appell an Politik

Durch eine kluge Regionalpolitik solle den Kommunen zudem geholfen werden, sich selbst zu helfen, meinen die Autoren der Studie. Dabei seien auch Bund und Länder in der Verantwortung.

„Die Regionalpolitik muss jetzt dringend gegensteuern, sonst werden die gesellschaftlichen Spannungen zunehmen und es kann zu gefährlichen Abwärtsspiralen kommen“, warnen die Autoren. (jg)

 
 

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