Neue Details - warum der eingeschläferte Baby-Elefant aus dem Kölner Zoo so schwach war

Im Kölner Zoo wuchsen bereits zehn Elefantenjungtiere auf. (Archivbild)
Im Kölner Zoo wuchsen bereits zehn Elefantenjungtiere auf. (Archivbild)
Foto: . / Kölner Zoo
  • Mitte Juni musste der Kölner Zoo ein Elefanten-Baby einschläfern
  • Die Herde hatte das schwache Tier nicht angenommen
  • Ein neuer Autopsie-Bericht bringt den Grund für die Schwäche des Tieres ans Licht

Köln. Die Trauer unter den Tierpflegern nach dem Tod eines Elefanten-Babys am 18. Juni im Kölner Zoo ist noch immer groß.

Obwohl die Tierpfleger sechs Tage um das Leben des Mini-Elefanten gekämpft hatten, hatte der Zoo keine andere Wahl: Das Jungtier musste eingeschläfert werden. Die Ergebnisse der Autopsie bestätigen jetzt die Annahmen der Fachleute aus dem Kölner Zoo.

-------------------------------------

• Mehr Themen:

Offene Fragen: Warum musste der Baby-Elefant aus dem Kölner Zoo sterben?

Diese Bartagamen aus dem Bochumer Tierheim wurden einfach an der Autobahn ausgesetzt

Sind die süß! Der Duisburger Zoo hat jetzt „fette“ Schweine aus Neuseeland

-------------------------------------

Der kleine Elefant litt unter einem Herzfehler

Wie bereits von der Zootierärztin diagnostiziert, hatte sich der Nabel des Elefanten-Jungtiers entzündet. Das junge Wildtier wurde immer schwächer und litt unter akuten Durchfällen.

Die Pathologie fand außerdem einen Defekt im Herzen. Das könnte der Grund für die Schwäche des Mini-Elefanten gewesen sein, mutmaßen die Verantwortlichen.

Damit scheint auch geklärt, warum die Herde ihr neues Mitglied von Anfang an ignoriert hatte: „Wildtiere erkennen instinktiv Artgenossen, die nicht überlebensfähig sind. Sehr wahrscheinlich wurde das Jungtier deshalb nicht angenommen“, erklärt Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel.

Die Tierpfleger ließen nichts unversucht, um den Elefanten zu retten

Nachdem das Jungtier am 12. Juni zur Welt kam, wurde es weder von der Mutter „Kreeblamduan“ noch von der Herde beachtet. Der Zoo entschloss sich daraufhin, die Mutter zusammen mit ihrem Jungen von der Herde zu trennen.

In einer seperaten Box ließ „Kreeblamduan“ den kleinen Bullen regelmäßig trinken. Deswegen wagte der Zoo zeitweise eine hoffnungsvolle Prognose. Doch nach kurzer Zeit schwanden auch die letzten Hoffnungsschimmer auf ein Überleben des Baby-Elefanten.

„Die plötzliche Wendung stimmt uns immer noch traurig. Umso wichtiger ist uns, dass das Autopsie-Ergebnis unser Vorgehen bestätigt“, so Zoodirektor Pagel.

 
 

EURE FAVORITEN