Gladbeck

Netto in Gladbeck: Nach Corona-Eskalation in Discounter – Laden wird geräumt

Massenandrang bei Netto: In Gladbeck musste jetzt ein laden sogar geräumt werden.
Massenandrang bei Netto: In Gladbeck musste jetzt ein laden sogar geräumt werden.
Foto: imago images / Waldmüller; Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck. Für das nächste Schnäppchen werfen einige offenbar jegliche Sicherheitsbedenken über Bord. Das kann man zumindest annehmen, wenn man sich die Bilder aus einem Netto in Gladbeck anschaut.

Dort gab es am Montag einen Räumungsverkauf mit bis zu 90 Prozent auf Artikel, die keine Lebensmittel sind. Doch mit so einem Ansturm hatte die Geschäftsleitung nicht gerechnet – der Netto in Gladbeck wurde regelrecht überrannt. Dabei trugen nicht alle einen Mundschutz und an die Einhaltung der Abstandsregeln war natürlich überhaupt nicht zu denken. Über den unfassbaren Massenansturm berichtet die „WAZ“.

Netto: Kunden rennen bei Rabattaktion die Bude ein

Die Mehrwertsteuersenkung von drei Prozent geben viele Discounter und Supermärkte an ihre Kunden weiter. Ein bisschen kann also noch bis Jahresende jeder von uns beim Wocheneinkauf bei Aldi, Lidl, Netto und Co. sparen. Doch mit den Angeboten des Nettos in Gladbeck kann diese Rabattaktion natürlich nicht mithalten.

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Das ist Netto:

  • Gründung 1928, Sitz in Maxhütte-Haidhof (Bayern)
  • drittgrößter Discounter in Deutschland nach Aldi und Lidl
  • knapp 4.300 Filialen
  • 75.000 Mitarbeiter
  • Umsatz 13,3 Milliarden Euro

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Große, gelbe Plakate an dem Laden werben für einen Rabatt von bis zu 90 Prozent. „Non-Food-Räumungsverkauf“ steht darauf. Natürlich ein verlockendes Angebot. Doch dass am Ende so viele Menschen davon profitieren wollten, war offenbar eine Überraschung für Netto. In einer langen Schlange reihten sie sich vor dem Laden auf und schoben sich in dem Geschäft in den Gängen.

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Polizei und Ordnungsamt räumen Netto

Laut „WAZ“ waren nach einer Rückmeldung eines Kunden am Montagmittag wegen der Menschenmassen sogar Polizei und Ordnungsamt vor der Gladbecker Filiale vorgefahren. Und die räumte den Laden kurzerhand.

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Zu diesem Zeitpunkt drängten sich die Kunden dicht an dicht, es gab kaum ein Durchkommen für die Kunden. In Corona-Zeiten natürlich einfach fahrlässig und äußerst gefährlich. Schließlich warnen Virologen immer wieder vor sogenannten „Super-Spreadern“ die in geschlossenen Räumen über die Atemluft eine Vielzahl anderer Personen mit dem Virus infizieren könnten.

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Grund genug für Polizei und Ordnungsamt einzuschreiten. Wie sich die Situation vor und in dem Netto am Ende auflöst und welche Auswirkungen der Vorfall für den Räumungsverkauf hat, der noch bis zum Ende der Woche geplant ist, liest du auf der Seite der „WAZ“. Den Link findest du >>> hier. (dav)

 
 

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