Experte schlägt Alarm: „Nahverkehr im Ruhrgebiet auf Hartz-4-Niveau“

Laut Experten steht es um den Nahverkehr im Ruhrgebiet schlecht – Er sei auf Hartz4-Niveau. (Symbolbild)
Laut Experten steht es um den Nahverkehr im Ruhrgebiet schlecht – Er sei auf Hartz4-Niveau. (Symbolbild)
Foto: imago images / blickwinkel

Der öffentliche Nahverkehr im Ruhrgebiet ist zu unattraktiv – und das, obwohl die Menschen vermehrt darauf umsteigen sollen. Das würde nicht nur weniger Stau auf den Autobahnen bedeuten, sondern auch der Umwelt zugute kommen.

„Die Qualität des Nahverkehrs im Ruhrgebiet ist gelinde gesagt stark verbesserungswürdig – vor allem im Vergleich zu anderen Ballungsräumen“, sagte Pro-Bahn-NRW-Sprecher Lothar Ebbers der WAZ. Wegen der schwachen Finanzausstattung des ÖPNV im Ruhrgebiet bezeichnete er diesen sogar als „Nahverkehr auf Hartz-4-Niveau“.

Nahverkehr im Ruhrgebiet: Hartz-4-Vergleich

Den Kommunen fehle das Geld, so Ebbers. Es seien derzeit kaum Investitionen in Bus und Bahn möglich.

Hendrik Wüst (CDU), Verkehrsminister in Nordrhein-Westfalen, wünscht sich, dass Verbünde, Verkehrsunternehmen und Kommunen Verantwortung übernehmen. „Es kann nicht sein, dass Pendler im Ruhrgebiet nur deshalb umsteigen müssen, weil die Stadt- und Straßenbahnen unterschiedliche Spurweiten in den Kommunen haben“, sagte er gegenüber der WAZ.

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Bahn und Bus fahren für 1 Euro am Tag?

Andernorts gibt es konkretere Ideen, mehr Menschen für Bus und Bahn zu begeistern. Die Hamburger SPD sprach sich zum Beispiel für ein günstiges Jahresticket für Schüler, Azubis und Senioren aus. Für 365 Euro pro Jahr sollen sie damit den Nahverkehr in ihrem gesamtem Bundesland nutzen können. Die CDU regte nun an, so ein Ticket für jeden Hamburger anzubieten. Das Projekt fand trotz langer Debatte keine Mehrheit in der Partei.

Welche Lösung der Fahrgastverband Rhein-Ruhr ins Spiel bringt, liest du bei der WAZ >>>>> (vh mit dpa)

 
 

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