Münsterland: Hilfloses Pferd liegt am Boden – was der Kutscher macht, ist fürchterlich

Ein Kuscher soll in NRW auf ein hilfloses Pferd eingepeitscht haben. (Symbolbild)
Ein Kuscher soll in NRW auf ein hilfloses Pferd eingepeitscht haben. (Symbolbild)
Foto: Imago/Frank Sorge

In Rhede im Münsterland haben sich abscheuliche Szenen zugetragen. Wie Zeugen berichten, soll ein Kutscher auf ein hilfloses Pferd eingeschlagen haben – mit seiner Peitsche!

Der 71-Jährige habe das Tier nach Angaben von Zeugen vor die Kutsche spannen wollen, wie die Polizei mitteilte. Als es dabei nicht spurte und hinfiel, habe der Mann das Pferd mit der Peitsche geschlagen, bis es sich kaum noch bewegt habe. Das Tier erlitt dabei schlimme Verletzungen.

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Pferd im Münsterland misshandelt?

Eine Stunde lang soll es mit dem Kutschenhalfter am Körper auf dem Boden gelegen haben. Als die Zeugen eingreifen wollten, habe der Kutscher den Angaben zufolge auch in ihre Richtung geschlagen – jedoch ohne sie jedoch zu treffen.

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Kutscher streitet alles ab

Als die Polizei am Ort des Geschehens eintraf, soll der Kutscher alles abgestritten haben. Er behauptete, das Pferd nicht misshandelt zu haben.

Pferd misshandelt: Gegen den Kutscher wird ermittelt

Er habe es lediglich für Fahrten mit Gespann vorbereiten wollen. Die Besitzerin habe ihm das Tier für diese Zwecke zum ersten Mal zur Verfügung gestellt. Daher sei es scheu gewesen. Gegen den Kutscher wird nun wegen des Verdachts der Tierquälerei ermittelt.

Die Stute sei fünf Jahre alt und eingeritten, aber noch nicht eingefahren gewesen.

Pferd erholt sich

Dem Pferd gehe es mittlerweile besser. Es sei aber weiterhin in Behandlung durch den Tierarzt des Hofs. Es zeige Menschen gegenüber keine Angst. Das berichtete ein Sprecher des Kreises Borken.

In der Region kam es in letzter Zeit öfter zu Misshandlungen von Tieren: Im Kreis Warendorf etwa waren Unbekannte in einen Stall eingebrochen und quälten die Pferde dort.

Tierquälerei ist in Deutschland nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes strafbar. Die Höchsstrafe liegt bei einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Es kann aber auch nur eine Geldsstrafe ausgesprochen werden. (bs mit dpa/vh)

 
 

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