Münster: Pädophiler will alleinerziehender Mutter helfen – doch dann kommt es ganz anders

Ein Mann aus dem Kreis Münster ist wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften vorbestraft.
Ein Mann aus dem Kreis Münster ist wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften vorbestraft.
Foto: Imago/ Steffen Schellhorn

Münster. Ein Mann aus dem Kreis Münster ist 2011 zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten verurteilt worden – weil er kinderpornografische Schriften verbreitete. Acht Jahre später wollte er einer alleinerziehenden Mutter von vier Kindern helfen. Der verurteilte Mann wollte sie bei diversen Behördengängen unterstützen, ihre Kinder zu Sportterminen bringen.

Das bekommt das Jugendamt Warendorf mit und reagiert blitzschnell. Die Behörde wollte die alleinerziehende Mutter über die Vergangenheit ihres neuen Bekannten informieren – der reichte jedoch einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Münster ein, um das noch zu verhindern.

+++ AfD-Chef Jörg Meuthen stänkert gegen Münster: „Müsli-Milieu“ +++

Münster: Mann zieht vor Gericht - weil er seine Vergangenheit verheimlichen will

Doch das Gericht in Münster entschied zugunsten des Jugendamtes.

--------------------------------

Top-News des Tages:

Gelsenkirchen ist die ärmste Stadt Deutschlands – und jetzt kommt es noch dicker

Schock-Diagnose: Kind (4) klagt über Bauchschmerzen – wenig später finden die Ärzte Schreckliches

--------------------------------

Nach Ansicht des Gerichts überwiegt das Interesse des Jugendamtes am Kindeswohl vor dem Persönlichkeitsrecht des Antragstellers. Danach seien Warnhinweise an Erziehungsberechtigte minderjähriger Kinder grundsätzlich zulässig, wenn gewichtige Anhaltspunkte für eine Gefährdung durch Dritte vorliegen, teilte das Gericht mit.

Gegen den Beschluss kann der Mann Beschwerde einlegen. (bs mit dpa)

 
 

EURE FAVORITEN