Münster: Afghane erstach Flüchtlingshelfer – nun ist er freigesprochen worden

Am Landgericht Münster wurde am Montag ein Ochtruper (18) freigesprochen. Er soll in Notwehr einen Flüchtlingshelfer (20) erstochen haben.
Am Landgericht Münster wurde am Montag ein Ochtruper (18) freigesprochen. Er soll in Notwehr einen Flüchtlingshelfer (20) erstochen haben.
Foto: imago/Rüdiger Wolk

Münster. Die Tat sorgte vergangenes Jahr im münsterländischen Ochtrup für Aufsehen: Ein afghanischer Flüchtling (18) erstach bei einer Auseinandersetzung den Flüchtlingshelfer José M. (20) mit sechs Messerstichen. Wie das Landgericht Münster am Montag entschied: aus Notwehr.

Der 18-Jährige, der wegen Totschlags angeklagt war, wurde freigesprochen.

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Ochtrup: Freispruch für Messerstecher

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hatten sich die beiden Männer nachts im Ochtruper Stadtpark getroffen, um eine Angelegenheit wegen eines befreundeten Mädchens zu klären. José M., der zuvor dem Afghanen bei einem anderen Streit den Kiefer gebrochen haben soll, begrüßte sein Gegenüber mit einem Schlag ins Gesicht.

Seyed M. schlug mit einer Bierflasche zurück, woraufhin er in den Schwitzkasten genommen worden sein soll. Aus Notwehr, so wertete das Gericht, stach er sechs Mal mit einem Küchenmesser zu. Ein Stich traf seinen Kontrahenten ins Herz.

Das Verhalten sei notwendig gewesen, urteilte das Gericht, um den Angriff abzuwehren. Die Bild zitiert Staatsanwältin Nicole Karweger bei ihrem Plädoyer: „Drei glaubwürdige Zeuginnen hatten gar keinen Schwitzkasten gesehen. Es hat ihn nicht gegeben.“ Sie hatte drei Jahre Haft wegen Totschlags gefordert. (mb)

 
 

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