Mordfall Greta in Viersen/NRW: Neue Details! SIE kommen ohne Strafe davon

Der Mordfall Greta schockierte nicht nur die Menschen in Viersen (NRW).
Der Mordfall Greta schockierte nicht nur die Menschen in Viersen (NRW).
Foto: Marcel Kusch/dpa

Viersen. Es ist ein schrecklicher Vorwurf in dem Mordfall der kleinen Greta aus Viersen (NRW). Heimtückisch soll ihre 25-jährige Erzieherin die Dreijährige in der Kita umgebracht haben.

Ermittler gehen davon aus, dass sie das schlafende Kind ersticken wollte. Rechtsmediziner fanden Spuren, die auf Gewalteinwirkung hindeuteten. Jetzt verkündet der Leiter des Landesjugendamts, was die Tat für ihre ehemaligen Arbeitgeber bedeutet.

Mordfall Greta aus Viersen (NRW): Das vermuten die Ermittler

Sie müssen demnach keine Strafe verbüßen oder Bußgelder zahlen. Da die vier Kitas, in denen es vorher zu Zwischenfällen kam, von medizinischen Vorerkrankungen bei den betroffenen Kindern ausgegangen seien, hätten sie zwar ihre Meldepflichten verletzt, aber nicht vorsätzlich gehandelt.

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Das sagte der Leiter des LVR-Landesjugendamtes, Lorenz Bahr, am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben bislang nicht gegen Dritte.

Das fordert jetzt das Landesjugendamt

Der Landesjugendamtsleiter forderte nach dem Vorfall schärfere Meldepflichten und bessere Kinderschutzkonzepte in Kindertagesstätten. Drei von vier Kitas, in denen die tatverdächtige Erzieherin gearbeitet habe, hätten trotz gehäufter Notfälle mit Kindern keine Meldungen dazu weitergeleitet, sagte Bahr.

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Das Landesjugendamt kritisierte auch, dass in Kitas keine Kinderschutzkonzepte vorgeschrieben seien. Solche Konzepte müssten aber in das Kinderbildungsgesetz aufgenommen werden.

Außerdem sei für die Kitas in NRW eine Handreichung zu Meldepflichten erarbeitet worden. Ziel sei es, „tragische Fälle“ wie in Viersen künftig zu vermeiden. „Nichtsdestotrotz wird es immer wieder zu Fallkonstellationen kommen, an die keiner zu denken gewagt hätte“, sagte Bahr.

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Vorfälle gab es auch in drei weiteren Kitas

Auch in weiteren drei Kitas in Kempen, Krefeld und Tönisvorst, in denen die Tatverdächtige zuvor gearbeitet hatte, gab es Notfälle und Notarzteinsätze. Keiner der Träger hatte das zuständige Landesjugendamt über die Vorkommnisse informiert.

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In diesen vier Kitas in NRW hat die Tatverdächtige seit Sommer 2017 gearbeitet:

  • Familienzentrum Florastraße, Krefeld (1. August 2017 bis 31. Juli 2018)
  • Kindertagesstätte Mullewapp, Kempen (1. August 2018 bis 31. Juli 2019)
  • Kindertagesstätte Tönisvorst (9. September bis 30. November 2019)
  • Kindertagesstätte Viersen (2. Januar bis 21. April 2020)

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Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach am Donnerstag sagte, sind die Ermittlungen gegen die Verdächtige noch nicht abgeschlossen. (vh/mit dpa)

 
 

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