Mordfall Greta (†3) in Viersen (NRW): Ermittler räumen jetzt DIESE Fehler ein

Der Mordfall Greta erschüttert ganz NRW. Eine Erzieherin soll die Dreijährige getötet haben.
Der Mordfall Greta erschüttert ganz NRW. Eine Erzieherin soll die Dreijährige getötet haben.
Foto: Federico Gambarinidpa +++ dpa-Bildfunk +++

Viersen/Kleve. Der Mordfall Greta aus Viersen hat in den letzten Tagen NRW und ganz Deutschland erschüttert. Eine Erzieherin (25) soll die dreijährige Greta so schwer verletzt haben, dass sie später verstarb (DER WESTEN berichtete). Hätte die Tat verhindert werden können? Die Ermittler geben jetzt zu, Fehler gemacht zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Kleve, die den Mordfall Greta betreut, räumt ein, Fehler gemacht zu haben. Laut der Deutschen Presse-Agentur sollen Hinweise zur psychischen Auffälligkeit der unter Mordverdacht stehenden Erzieherin nicht weitergegeben worden sein. Das ist aber so vorgeschrieben.

Mordfall Greta: Aufsichtsbehörde wurde nicht benachrichtigt

Schon vor Gretas Tod sei die Täterin bei Ermittlungen wegen Vortäuschens einer Straftat auffällig geworden. Die Ermittler bemerkten die schlechte psychische Verfassung der Frau. Das hätte der Aufsichtsbehörde ihrer Kindertagesstätte mitgeteilt werden müssen.

Die früheren Ermittlungen gegen die Erzieherin wurde wegen geringer Schuld aber eingestellt. Sie hatte im Mai 2019 behauptet in einem Wald bei Geldern von einem Unbekannten mit einem Messer verletzt worden zu sein. Doch es stellte sich als Lüge heraus. Mehr zu dem Vorfall liest du hier <<<

In diesen vier Kitas in NRW hat die Frau seit Sommer 2017 gearbeitet:

  • Familienzentrum Florastraße, Krefeld (1. August 2017 bis 31. Juli 2018)
  • Kindertagesstätte Mullewapp, Kempen (1. August 2018 bis 31. Juli 2019)
  • Kindertagesstätte Tönisvorst (9. September bis 30. November 2019)
  • Kindertagesstätte Viersen (2. Januar bis 21. April 2020)

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Ein Rechtsmediziner hatte damals festgestellt, dass die Mordverdächtige psychologische Hilfe braucht. Ihre damalige Straftat war quasi ein Hilferuf.

Die Frau, die Greta getötet haben soll, habe selbst gesagt, dass sie Hilfe brauche. Sie und ihre Eltern versicherten, dass sie sich um professionelle Hilfe kümmern würden.

Mordfall Greta: Frau leidet an Münchhausen-Syndrom

Oberstaatsanwalt Günter Neifer sagt, dass die Aufsichtsbehörde auf jeden Fall hätte informiert werden müssen, trotz, dass die Ermittlungen eingestellt wurden. Denn die psychische Verfassung der Erzieherin war eine Gefahr für die Kinder in der Kita.

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Laut Medizinern soll die Frau an dem Münchhausen-Syndrom leiden, bei dem sie sich selbst oder eine Person absichtlich verletzt, um sich später um sie kümmern zu können.

Die Behördenspitze habe mit der ermittelnden Staatsanwältin bereits ein ausführliches Gespräch geführt und sie für die Mitteilungspflichten „sensibilisiert“.

Am Donnerstag wird der Fall in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses des Landtags NRW diskutiert. (ldi/dpa)

Auch ein weiteres Kind einer Kita, wo die 25-jährige Erzieherin vorher gearbeitet hatte, soll ähnliche Erlebnisse wie Greta gemacht haben. Hier erfährst du mehr <<<

 
 

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