Düsseldorf

Mord an Sara (7) in Düsseldorf: Vater soll das Kind als Rache an der Mutter getötet haben

In Düsseldorf hat die Polizei ein siebenjähriges Mädchen in einer Wohnung leblos aufgefunden.
In Düsseldorf hat die Polizei ein siebenjähriges Mädchen in einer Wohnung leblos aufgefunden.
Foto: Philipp Leske / ANC-NEWS

Düsseldorf. „Er hat das Kind als Druckmittel verwendet und es aus Wut getötet“, das ist die erschütternde Zusammenfassung von Staatsanwältin Britta Zur nach der schrecklichen Tat am Donnerstag im Düsseldorfer Stadtteil Rath.

Mord in Düsseldorf: Was war passiert?

Ein 32-jähriger Familienvater hatte am Donnerstagmorgen mit seiner Frau videotelefoniert. Im Laufe des Telefonats kam es zum Streit. Anschließend drohte der Mann seiner Frau, die gemeinsame siebenjährige Tochter zu töten. Hilflos musste die Mutter ansehen, wie ihr Mann das gemeinsame Kind mit einer PTB-Waffe bedrohte.

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Bedauerlicherweise keine leere Mord-Drohung

Eine Drohung, bei der es leider nicht nur bleiben sollte. Der 32-jährige Mann aus Ägypten tötete seine Tochter kurze Zeit später durch „massive Gewalteinwirkung gegen den Hals“. Erst als das Kind sich nicht mehr rührte, kommunizierte der Mann auch mit der Polizei. Er verlangte nach einem Notarzt.

+++ Mord an Sara (7): SEK nimmt den Täter fest +++

Als die Polizei ihm mitteilte, dass er sich für einen Notarzteinsatz stellen müsste, gab der Täter auf. Zuerst gab er den Einsatzkräften seine Waffe, dann stellte er sich mit seiner Tochter im Arm.

Polizei und Staatsanwaltschaft informieren in Pressekonferenz

In einer Pressekonferenz gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitagmittag neue Hinweise zu dem Täter.

So habe es zwischen dem Mann, der 2010 aus Ägypten nach Deutschland einreiste und dort die Mutter seines nunmehr toten Kindes kennenlernte, in letzter Zeit häufiger zu verbalen Streitigkeiten gegeben. Grund zumeist: Die Eifersucht des Mannes. So auch am Donnerstag.

Haftbefehl wegen Mordes

Bislang habe sich der Mann, der in Düsseldorf bei einem Recyclingunternehmen arbeitet, nicht zu den Vorwürfen gegen ihn geäußert. Deshalb ist auch bislang unklar, ob der Mord geplant war oder spontan. Trotzdem reichen die Beweise gegen den 32-Jährigen aus, um Haftbefehl wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen zu erlassen, so Staatsanwältin Zur.

 
 

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