Familienvater (55) aus NRW wird tagelang vermisst – als er wieder auftaucht, kann er sich an nichts erinnern

Mit einem Polizeihund wurde nach dem vermissten  Jürgen N. gesucht. Mittlerweile ist er gefunden. Dennoch stellt sich seiner Familie und den Beamten ein Rätsel. (Symbolbild)
Mit einem Polizeihund wurde nach dem vermissten Jürgen N. gesucht. Mittlerweile ist er gefunden. Dennoch stellt sich seiner Familie und den Beamten ein Rätsel. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Familienvater tagelang vermisst
  • Als er wieder auftaucht, kann er sich an nichts erinnern
  • Sohn und Polizei stehen vor einem Rätsel

Mönchengladbach. Dieser Fall klingt wie ein lustiger Film aus der Hangover-Reihe, ist aber traurige Realität für einen Familienvater (55) aus Mönchengladbach.

Am 24. Januar verschwindet Jürgen N. auf dem Weg zur Arbeit, fünf Tage später wird er in Hamburg gefunden, verwirrt, mit Schmerzen in der Brust und einer Einkaufsquittung aus Dortmund.

Mönchengladbach: Familienvater fünf Tage vermisst – nach seinem Auftauchen stellte sich ein Rätsel

Was in den Tagen dazwischen passiert ist, will nun sein Sohn und die Polizei aufklären. Sohn Patrick hat auf Facebook um Hilfe gebeten.

Sein Vater habe am 24. Januar wie immer um 6 Uhr morgens mit seinem Auto, einem weißen Citreon Berlingo, sein Haus in Mönchengladbach verlassen, doch seine Arbeitsstelle erreichte er nie.

Der Wagen wurde am gleichen Abend in einer Parkbucht in Liedberg auf der B230 Richtung Neuss gefunden. Darin waren sein Handy, sein Autoschlüssel und auch seine Arbeitstasche, berichtet sein Sohn.

Passantin findet ihn verwirrt und mit Schmerzen

Freiwillige Helfer und eine Rettungshundestaffel suchten das Gebiet weiträumig ab. „Es wurden Spuren gefunden, die jedoch nach wenigen 100 Metern verloren gingen“, so Sohn Patrick auf Facebook.

Am 28. Januar wurde Jürgen N. in Hamburg-Eimsbüttel von einer aufmerksamen Passantin aufgefunden - „total verwirrt und desorientiert“.

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Nach einigen Recherchen sei man auf einen Kassenbon in der beschlagnahmten Jacke von Jürgen N. gestoßen. Mittlerweile hat Sohn Patrick rekonstruiert, dass sein Vater am Tag seines Verschwindens in Dortmund an folgenden Stellen gesichtet worden war.

  • Gast-Haus e.V., Rheinische Straße, Dortmund: „Hier wurde er vom Personal des Treffs scheinbar mehrmals gesehen. Wir haben die Gäste Vorort befragt jedoch keine weitere Auskunft erhalten“, schreibt Patrick.
  • Dortmund Hauptbahnhof, Infopoint am Haupteingang: „Eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn sprach davon sich an meinem Vater zu erinnern und sogar mit gesprochen zu haben“, so Patrick.
  • Wohnungslosen-Heim auf der Unionstraße (Kreuzung Rheinische Straße)

Sohn fürchtet Gewaltverbrechen

Er hofft auf weitere Hinweise. Denn sein Vater kann sich an nichts erinnern und so gehen alle Beteiligte von einem schlimmen Gewaltverbrechen aus. Eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Freiheitsberaubung und schwerer Körperverletzung sei gestellt worden. „Wir wissen bis heute nicht wie er angeblich nach Dortmund und später nach Hamburg kam“, so der verzweifelte Sohn.

Hast du Jürgen N. in Dortmund gesehen? So wird er beschrieben:

  • 55 Jahre alt
  • 1,80 m groß
  • trug eine schwarzmelierte kurze Jacke, einen weinroten Pulli, dunkelblaue Jeans, schwarze Herrenschuhe und eine Brille.

Auch die Polizei ermittelt nach wie vor. „Wir haben allerdings bislang keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Wir gehen aber jedem Hinweis nach“, sagte eine Sprecherin der RP Online.

„Wichtig ist, dass wir wieder vollzählig sind und vor allem für unseren Vater da sind“, schreibt Patrick auf Facebook. Dennoch hofft er, dass sie das mysteriöse Verschwinden seines Vaters noch aufklären können. „Jeder Hinweis und jeder Tipp kann für uns wichtig sein, nur so können wir den mysteriösen Fall klären.“ (ms)

 
 

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