Neonazi (32) in Mönchengladbach tot aufgefunden: Polizei stellt sich gegen Facebook-Kommentare

Hier wurde der Leichnam von Marcel K. in Mönchengladbach gefunden.
Hier wurde der Leichnam von Marcel K. in Mönchengladbach gefunden.
Foto: Christophe Gateau / dpa

Mönchengladbach. Der Tote, den ein Fußgänger am frühen Mittwochabend in Mönchengladbach mit mehreren Stichverletzungen an einem Treppenaufgang an der Abteistraße gefunden hat, gehörte der rechten Szene an. Das bestätigt eine Sprecherin der Polizei Mönchengladbach auf Nachfrage von DER WESTEN.

Der 32-jährige Neonazi und Hooligan Marcel K. aus Bremen war eines der bekannten Gesichter der „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa). Er meldete auch eine Hogesa-Demo in Dortmund im Oktober 2016 an.

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Am Donnerstag bestätigte die Polizei, dass sich Marcel K. selbst getötet habe. Dies hatte eine Obduktion ergeben. Am Freitag um 15 Uhr wird die Polizei ihre Ergebnisse in einer Pressekonferenz vorstellen.

Wir berichten ab 15 Uhr im Live-Ticker.

  • Ermittler Ingo Thiel: Opfer lag in großer Blutlache. Verletzungen an Unterarmen. Es drängte sich schnell der Verdacht eines Suizids auf. Zahlreiche Stiche auch im Bereich des Oberkörpers.
  • Kamera gegenüber des Museums wurde ausgewertet. Marcel K. betrat um 15:27 Uhr den Ort.
  • 17.10 Uhr fand ein Arzt den Leichnam.
  • Den abgetrennten Bereich habe laut Polizei keine andere Person betreten.
  • Obduktion ergab zweifelsfrei, dass Marcel K. sich Messerstiche selbst zugefügt hat.
  • Antidepressiva am Tatort gefunden.
  • Marcel K. nahm laut Polizei mehrere Tablette
  • Alle Schnitte und Stiche wurden in Bereichen festgestellt, die er selbst erreichen konnte.
  • Marcel K. hatte eine Freundin in Mönchengladbach. Die Frau hatte bereits befürchtet, dass er sich das Leben nimmt
  • Jetzt spricht Polizeisprecherin Isabella Hannen: „Es gab bei Facebook tausende Kommentare, die die Arbeit der Polizei in Frage stellten.“ Die Polizei habe aber sorgfältig und schnell gearbeitet.
  • Jetzt nochmal Ingo Thiel: Krankheitsbild von Marcel K. deutet auf Psychose hin: „Er hat jahrelang Drogen genommen.“
  • Freundin von Marcel K. kaum zu befragen. Sie war zu aufgelöst.
  • Marcel K. sei aus seinem Haus schnurstracks zu seinem späteren Todesort gegangen. Laut Polizei war er dort unbeobachtet und konnte nicht gesehen werden.
  • Tatwaffe war ein handelsübliches Klappmesser. Klingenlänge: 12 Zentimeter.
  • Antidepressiva seien schmerzlindernd. Marcel K. soll die Mittel in großer Menge genommen haben.
  • Er fügte sich die Verletzungen an dem Ort zu, an dem er auch verstarb.
 
 

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