Fiese Betrugsmasche in NRW – so zockt eine Model-Agentur Frauen ab

In Gütersloh nimmt eine Frau (45) mit ihrer Tochter (10) an einem Model-Casting teil. Hinter der Model-Agentur steckt jedoch eine fiese Betrugsmasche. (Symbolbild)
In Gütersloh nimmt eine Frau (45) mit ihrer Tochter (10) an einem Model-Casting teil. Hinter der Model-Agentur steckt jedoch eine fiese Betrugsmasche. (Symbolbild)
Foto: imago stock&people
  • Mutter (45) bewirbt sich mit Kind (10) bei einer Model-Agentur
  • Casting findet in Gütersloh statt
  • Dahinter steckt jedoch diese fiese Betrugsmasche

Gütersloh. Eine Frau (45) aus nahm am Sonntagmittag an einem Model-Casting in Gütersloh statt. Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht ahnte: Dahinter steckt eine miese Betrugsmasche, der bereits mehrere Frauen zum Opfer gefallen sind.

Gütersloh: Mutter (45) bewirbt sich mit Kind (10)

Die 45-Jährige aus Verl bewarb sich bei der Berliner Model-Agentur Lorraine Media für ein Casting. Gesucht wurden Frauen zwischen 40 und 50 Jahren – gerne auch mit Kind. Das berichtet die „Neue Westfälische“.

Bis sie eine Antwort erhielt, vergehen mehrere Monate. Doch dann schließlich erhielt sie eine Einladung nach Gütersloh. Die Agentur versprach eine einmalige Chance, eine professionelle Model-Karriere beginnen zu können.

Die Verlerin durfte am Sonntag mit ihrer zehnjährigen Tochter bei einem Casting erscheinen – und ging hin. Knapp eine Stunde sollte sie beim Shooting im Hotel Appelbaum einplanen. Vor dem Casting in Gütersloh hatte sie sogar im Netz über Lorraine Media recherchiert.

Erste Skepsis kommt auf

Vor Ort bemerkte sie jedoch, dass Lorraine Media nicht nur Mütter zwischen 40 und 50 Jahren sucht. „Da waren tätowierte Pärchen, jüngere Mädchen, Familien – eine bestimmte Zielgruppe konnte ich nicht erkennen“, sagte sie gegenüber der „Neuen Westfälischen“.

Nach einer längeren Wartezeit wurde sie zu einer älteren Dame an einem Tisch gerufen, die ihr den Ablauf des Castings erklärte. Die 45-Jährige und ihre Tochter würden geschminkt und fotografiert, anschließend eine Set-Karte erstellt. Bis zu diesem Punkt war die Verlerin nicht stutzig geworden.

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Verlerin soll 1200 Euro zahlen

Ihre Skepsis verstärkte sich nach dem straffen Programm durch eine weitere fragwürdige Handlung: „Nachdem sie meiner Tochter mehrere Komplimente gemacht hatte, schob sie uns einen Vertrag rüber“, äußerte die Verlerin gegenüber der „Neuen Westfälischen“.

1200 Euro verlangt die Model-Agentur von der Mutter. Als Gegenleistung gebe es ein professionelles Fotoshooting und ein Profil auf einer Internetseite. Sie unterschrieb diesen Vertrag nicht – viele jüngere Mädchen dagegen schon.

Mit der Unterschrift verpflichten sich laut der „Neuen Westfälischen“ die Personen für ein Jahr bei der Model-Agentur, ohne ein Widerrufsrecht zu haben.

Model-Agentur bucht über andere Unternehmen Tagungsräume

Als der Verlerin der Vertrag angeboten wurde, bat sie um Bedenkzeit und verlässt das Hotel. Unterschrieben hätte sie den Vertrag seitdem nicht

Das Hotel Appelbaum erklärt, es habe nicht gewusst, dass ein Casting in ihren Tagungsräumen stattgefunden hätte. „Der Name dieser Model-Agentur tauchte im Vorfeld nirgendwo auf“, erklärt Inhaber Andreas Kerkhoff.

Die Räume hätte eine andere Agentur gebucht. Nochmal würde das Hotel das dubiose Casting nicht zulassen: „Selbst wenn die Agentur noch mal anfragen würde, würde ich auf jeden Fall ablehnen.“

 
 

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