Mit Helm fährt man sicherer...

Berlin.  Radfahrer können ihren Kopf durch einen Helm effektiv schützen. Jedenfalls haben sie laut einer Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) ein deutlich geringeres Risiko, bei einem Unfall eine schwere Kopfverletzung zu erleiden als Radler ohne Helm. So trugen bei den 117 untersuchten Unfällen mit tödlichem Ausgang nur sechs Radfahrer einen Helm. „Man sieht deutlich, wie wirksam ein guter Radhelm sein kann“, sagt Siegfried Brockmann, Leiter der UDV.

Auch bei Unfällen mit Verletzten habe sich die Schutzwirkung des Helmes deutlich gezeigt. So hätte bei den untersuchten Unfällen mit schweren Kopfverletzungen keiner der Radfahrer einen Helm getragen. Die UDV hat für die gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Münster durchgeführte Studie 543 Unfälle mit verletzten Radfahrern aus den Jahren 2012 und 2013 untersucht und nutzte außerdem die Datenbank getöteter Verkehrsopfer der Ludwig-Maximilians-Universität München.

90 Prozent geringeres Risiko

Zusätzlich wurden laut UDV typische Unfallszenarien mit Hilfe von Computersimulationen untersucht. Demnach reduziert sich bei einem seitlichen Aufprall des Kopfes auf die Fahrbahn die einwirkende Energie um zwei Drittel, wenn der Radler einen Helm trägt. Bei einem Sturz über den Lenker hätten Helmträger, die frontal mit dem Kopf aufprallen, ein um 90 Prozent geringeres Risiko einer Blutung unterhalb der harten Hirnhaut. Zwar kämen heutige Helme bei der Kollision mit einem Auto an ihre Grenzen, doch dämpften sie in der Simulation „den Anprall für Schädel und Hirn deutlich“.

 
 

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