Düsseldorf

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft macht klare Ansage zu Rot-Rot-Grün

Landtagswahl in NRW - das ist Hannelore Kraft

Am 14. Mai wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt. Kann Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sich eine dritte Amtszeit sichern?

Am 14. Mai wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt. Kann Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sich eine dritte Amtszeit sichern?

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  • Am 14. Mai wird in Nordrhein-Westfalen gewählt
  • Hannelore Kraft erteilt Rot-Rot-Grün eine klare Absage
  • „Keine seriöse Politik möglich“

Düsseldorf. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft lehnt eine Koalition mit der Linken nach der Landtagswahl am kommenden Sonntag ab. "Mit mir als Ministerpräsidentin wird es keine Regierung mit Beteiligung der Linken geben", sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch im Sender WDR 5.

Die Linke erhebe unrealistische und unbezahlbare Forderungen und erkenne die verfassungsmäßige Schuldenbremse nicht an. "Damit ist keine seriöse Politik möglich", sagte Kraft. Sie steht seit 2010 an der Spitze einer Koalition der SPD mit den Grünen.

Wahl in NRW: Kritiker werfen Kraft mangelnden Biss vor

Die hat jedoch nach allen Umfragen derzeit keine Aussicht mehr auf eine Mehrheit im nordrhein-westfälischen Landtag. Auch Alt-Kanzler Gerhard Schröder hatte der SPD zuvor von Rot-Rot-Grün abgeraten.

Ihre Kritiker werfen Kraft vor, zu wenig Biss zu zeigen, um NRW im Ländervergleich besser zu positionieren. Als sie Ende 2013 einer möglichen Kanzlerkandidatur für die SPD eine klare Absage erteilt ("nie, nie"), erntet die SPD-Vizevorsitzende viel Kopfschütteln.

Wahl in NRW: Hannelore Kraft lebt im Wahlkampf auf

Später hagelt es Negativ-Schlagzeilen: "Des Kümmerns müde" (Der Spiegel), "Sie will: nichts" (Die Zeit), "Die Kraftlose" (Bild). Im Wahlkampf lebt Kraft sichtbar auf. Zugang zu Menschen findet die Mülheimerin mit dem unverkennbaren Ruhrpott-Dialekt leicht. Auch im TV-Duell mit Armin Laschet machte sie eine gute Figur.

In den Kampagnen 2010 und 2012 hat sie damit den Kopfmenschen Rüttgers und Röttgen einiges voraus - gegen den jovialen Rheinländer Laschet aber nicht mehr so deutlich.

Wahl in NRW: Kraft bewahrt sich ihr Privatleben

Eisern bewahrt sich die verheiratete Mutter eines erwachsenen Sohnes in ihrer Großfamilie ("Mein Vater hatte acht Geschwister und irgendwann habe ich mal 36 Cousins und Cousinen gezählt.") einen Rest Privatleben, spielt Doppelkopf und fiebert mit Borussia Mönchengladbach.

Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie einmal: "Ich mache mit Leidenschaft Politik, aber ich agiere nicht wie ein Roboter." Bei einem Sieg würde sie schon ihre dritte Amtszeit antreten. (dpa)

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