Düsseldorf

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet meldet sich zur Causa Mesut Özil – mit einer klaren Ansage

Foto: dpa

Düsseldorf. Mittlerweile hat sich ja eigentlich jeder in der Causa Mesut Özil zu Wort gemeldet. Arsene Wenger, Lothar Matthäus, Oliver Bierhoff, Reinhard Grindel, Özil-Vater Mustafa... Die Liste ließe sich beliebig erweitern. Da darf auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nicht fehlen.

Ironischer Tweet zur Causa Mesut Özil

Und das überraschend deutlich: „Auf die Idee, dass ein Foto mit Erdogan an der Niederlage gegen den Fußball-Giganten Südkorea Schuld sein soll, können auch nur DFB-Funktionäre nach 3 Wochen Nachdenken kommen“, schreibt der CDU-Politiker auf Twitter.

Und seine Follower feiern ihn für die Aussage - selbst die, die es normalerweise mit der SPD halten.

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So schreibt User Stefan Arens: „Schon seltsam, wie oft ich in der letzten Zeit einem CDU(!)-MP inhaltlich zustimme. Sicher, dass Sie in der richtigen Partei sind? Die SPD könnte Sie bestimmt gebrauchen.“

Jedoch wird die Fußballaussage von einigen Usern auch ins politische gedreht. So schreibt beispielsweise Daniel Breitscheidel als Antwort auf den Tweet von Stefan Arens: „Wenn man aber dann wieder auf das geplante Polizeigesetz in NRW schaut, wird man aber auch leider schnell wieder in die Realität geholt.“

+++ Nach harter Kritik – Bierhoff rudert zurück +++

Das steht im Polizeigesetz:

Zum Inhalt: Den Polizisten in NRW sollen mehr Befugnisse eingeräumt werden. Vor allem im Bereich der Terrorabwehr. So könnten Menschen, die noch keine Straftat begangen haben, aber als Gefährder eingeschätzt werden, bis zu einen Monat in Gewahrsam genommen werden.

Mesut Özil hat sich bislang noch nicht zu Wort gemeldet. In einem Interview hatte ihm Teammanager Oliver Bierhoff kritisch zu Özils Rolle geäußert: „Wir haben Spieler bei der deutschen Nationalmannschaft bislang noch nie zu etwas gezwungen, sondern immer versucht, sie für eine Sache zu überzeugen. Das ist uns bei Mesut nicht gelungen. Und insofern hätte man überlegen müssen, ob man sportlich auf ihn verzichtet.“

Später entschuldigte Bierhoff sich für diese Aussagen: „Ich kann nur wiederholen, ich habe mich da missverständlich ausgedrückt.“

Es tue ihm leid, sagte Bierhoff zur Debatte um die von ihm geäußerten Worte zu Özils WM-Nominierung. Seine Antwort in einem Interview der Zeitung Die Welt sei falsch interpretiert worden. Warum die „missverständlichen“ Formulierungen im Interview denn nicht bei der Autorisierung korrigiert wurden, fragte ZDF-Moderator Oliver Welke. Die Antwort des DFB-Managers: Weder ihm noch drei weiteren Kollegen, die das Interview gegengelesen hätten, seien die entsprechenden Passagen aufgefallen.

 
 

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