Düsseldorf

NRW-Ministerpräsident Laschet stellt sich hinter Mesut Özil - und erinnert an einen wichtigen Vorfall

Foto: dpa

Düsseldorf. Mesut Özil hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit einem lauten Knall verlassen. In einem Statement via Twitter erhob er vor allem gegen DFB-Präsident Reinhard Grindel schwere Vorwürfe.

Außerdem kritisierte Mesut Özil rassistische Beleidigungen denen er als Nationalspieler immer wieder ausgesetzt gewesen sei. Damit trat der 29-Jährige auch eine Rassismus-Debatte los, die längst weit über den Fußball hinaus wirkt.

Mesut Özil: Armin Laschet lobt „unglaubliche Erfolgsgeschichte“

Nun stellt sich auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hinter Mesut Özil. Im Interview mit „Bild“ findet er Lob für die große Karriere des 29-Jährigen: „Was Mesut Özil erreicht hat, ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte! Er hat sich aus einem Gelsenkirchener Stadtteil durch sein enormes Talent hochgearbeitet, war der erste Weltklassespieler, der trotz türkischer Wurzeln sich nicht für die türkische, sondern für die deutsche Nationalmannschaft entschied.“

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Dabei erinnert Armin Laschet auch an einen wichtigen Vorfall aus Özils Karriere. Denn der Gelsenkirchener sei zu Beginn seiner Karriere von Türken ausgepfiffen worden, weil er sich für Deutschland entschied: „Das haben viele vergessen!“

Kritik an Erdogan-Foto – aber noch stärker am DFB

Kritische Worte findet Laschet im Gespräch mit „Bild“ für das Verhalten des DFB im Fall Özil: „Das Erdogan-Foto war ein Fehler, ohne jeden Zweifel. Aber dass dem DFB drei Wochen nach der Niederlage gegen Südkorea einfällt, dass es ja ein Foto mit Erdogan gab, ist eine absurde sportliche Analyse des WM-Ausscheidens.“ Er sehe die sportliche Karriere von Özil weiter als „vorbildlich“. (fel)

 
 

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