„Menschen zweiter Klasse“? Bischof verbietet Segensfeier für Emmerichs Bürgermeister und Ehemann

Emmerichs Bürgermeister Peter Hinze (SPD): „Man kann nicht schärfer den Eindruck bekommen, dass wir Menschen zweiter Klasse sind.“
Emmerichs Bürgermeister Peter Hinze (SPD): „Man kann nicht schärfer den Eindruck bekommen, dass wir Menschen zweiter Klasse sind.“
Foto: Klaus-Dieter Stade / FUNKE Foto Services

Emmerich. Der Bischof von Münster, Felix Genn, hat einem Pfarrer in Bislich bei Wesel am Niederrhein verboten, den Bürgermeister von Emmerich und seinen Lebensgefährten zu segnen.

Bischof Genn: „Ehe ist Sakrament zwischen Mann und Frau“

Das berichtet die NRZ. Die Ehe sei laut Bischof Genn ein Sakrament zwischen Mann und Frau. Homosexuelle Partnerschaften müssten davon abgegrenzt werden.

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Bürgermeister Peter Hinze (SPD) und sein Partner wollten beim Standesamt ihre Partnerschaft in eine Ehe umschreiben lassen.

Besorgte Katholiken protestierten nach Medien-Bericht

Vermutlich hätte der Bischof gar nichts gegen die schon längst geplante Segnung nach der Umschreibung gesagt. Der Pfarrer in Bislich habe nämlich einen Wortgottesdienst in kleinem Rahmen abhalten wollen, der auch ein Gebet für die beiden enthalten sollte.

Dann aber titelte die Rheinische Post: „Männerpaar feiert Vermählung in Kirche“ - woraufhin sich laut NRZ viele besorgte Katholiken beim Bistum in Münster meldeten. Ob die Kirche nun auch die Homo-Ehe unterstütze?

Bürgermeister von Bislich: „Menschen zweiter Klasse“

Bischof Felix Genn sah sich wohl gezwungen, einzugreifen. Er verbot die Segnung.

Bürgermeister Peter Hinze ist enttäuscht: „Man kann nicht schärfer den Eindruck bekommen, dass wir Menschen zweiter Klasse sind“, sagte er der NRZ.

Den ganzen NRZ-Artikel kannst du hier lesen.

(lin)

 
 

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