Sauerland: 18-Jährige fährt schnell zum Drive-In – plötzlich steht die Polizei neben ihr

Ein „schneller“ Besuch beim örtlichen Fast-Food-Restaurant zog eine Ermittlung wegen Falschgeld nach sich. (Symbolfoto)
Ein „schneller“ Besuch beim örtlichen Fast-Food-Restaurant zog eine Ermittlung wegen Falschgeld nach sich. (Symbolfoto)
Foto: imago/Scanpix

Menden. Am Donnerstag war eine 18-Jährige aus Menden mit einem Freund unterwegs, um sich bei einem Fast Food Restaurant etwas zu essen zu holen. Doch statt ihres bestellten Menüs gab es erstmal nur die Getränke und eine lange Wartezeit.

Während die beiden auf ihr Essen warteten, parkte plötzlich ein Streifenwagen neben ihnen. Eine Mitarbeiterin des Restaurant hatte die Beamten alarmiert.

Gegen die 18-Jährige aus Menden wird nun ermittelt: Sie soll Falschgeld in Umlauf gebracht haben.

Junge Frau aus Menden: Als sie bezahlen will, wird die Mitarbeiterin stutzig

Die beiden dachten sich vermutlich nichts Böses, als sie sich für einen kleinen Snack entschieden. Sie gaben am Drive-In ihre Bestellung auf und zahlten mit einem 50 Euro Schein.

Die Mitarbeiterin überprüfte den Schein routinemäßig und identifizierte ihn als Falschgeld. In Folge dessen gab sie den beiden nur ihre Getränke und bat sie ohne weitere Erklärung um etwas Geduld.

Mehrere Fälle von Falschgeld

Dann rief sie die Polizei. Bei der Überprüfung durch die Beamten konnte die 18 Jahre alte Mendenerin nicht sagen, woher sie den falschen 50 Euro Schein hatte. Weiteres Geld hatte sie nicht dabei.

Doch sie ist nicht die einzige, bei der Falschgeld festgestellt werden konnte. In Platte Heide, ebenfalls in Menden, wollte am Donnerstagvormittag ein 29-Jähriger aus Menden an einem Kiosk Zigaretten mit einem 50er bezahlen.

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Gegen beide wurden Ermittlungen eingeleitet

Auch dieser stellte sich als Falschgeld heraus. Die Mitarbeiterin hielt den Kunden fest, bis die Polizei eintraf.

Auch gegen ihn wird nun wegen des Inverkehrbringens von Falschgeld ermittelt. Er gab an, dass ein Passant ihm einen 100 Euro Schein gewechselt hatte.

Falschgeld ist permanent im Umlauf

Laut der Polizei ist Falschgeld praktisch immer im Umlauf. Die „Blüten“ treten in Wellenbewegungen mal vermehrt, mal vermindert auf.

In den vergangenen Tagen ist mehrmals Falschgeld aufgetaucht. Bei der Märkischen Verkehrsgesellschaft tauchte ein falscher 20er auf.

Laut Statistik: Pro Tag eine Anzeige wegen Falschgeld

Zwei weitere Blüten wurden von der Prüfmaschine eines Geldtransport-Dienstes festegestellt. Eine weitere kam aus einem Geschäft in Halver. Außerdem kam es im Februar zur Feststellung von Falschgeld in Lüdenscheid, Kierspe, Hemer und Menden.

Statistisch gesehen gibt es im Märkischen Kreis jeden Tag mindestens eine Anzeige wegen einer Blüte. Da du auf dem Schaden sitzenbleibst, wenn dir Falschgeld angedreht wurde und es erst beim Bezahlen auffällt, hat die Polizei drei einfache Tipps, die sich jeder merken kann.

Drei einfache Tipps zum Erkennen von Falschgeld

Dabei geht es um das Prinzip: „Sehen, fühlen, kippen“. Schon mit einem der Merkmale kann man Falschgeld ohne technische Hilfsmittel feststellen.

  • Sehen: Geldscheine entblößen ihre „Echtheit“, wenn man die Note gegen das Licht hält. Im Wasserzeichen werden bei der älteren Serie das Hauptmotiv und die Wertzahl der Note sichtbar. Neue Scheine zeigen das Portrait der Europa, das Hauptmotiv und die Wertzahl. Bei allen Noten erscheint in der Mitte der „Sicherheitsfaden“ als deutlicher, dunkler Streifen.
  • Fühlen: Euro-Banknoten bestehen aus einem Spezialpapier aus Baumwollfasern mit fühlbaren Reliefs. Auf 10- und 20-Euro-Scheinen kannst du am Rand auf der Vorderseite im farblich bedruckten Bereich kurze Linien ertasten.
  • Kippen: Je nach Betrachtungswinkel verändern sich einige Merkmale eine Banknote. Kippst du einen neuen 20- oder 50-Euro-Schein, wandert ein glänzender Streifen über die Zahl unten links. Die Farbe wechselt zwischen Grün und Blau. 50er, 200er und 500er verändern beim Kippen die Farbe der Wertzahl auf der Rückseite. Im Hologramm wechseln sich beim Kippen Wertzahl und Hauptmotiv ab.

Weitere Tipps zum Erkennen von Falschgeld hat die Polizei auf der Seite der Kriminalberatung bereitgestellt. (db)

 
 

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