Massenhaftes Fischesterben in Münsteraner Aasee: Kadaver treiben tonnenweise an Wasseroberfläche

Mehrere Tonnen toter Fisch musste am Freitag im Aasee in Münster entsorgt werden. Das Sterben ist allerdings noch nicht vorbei.
Mehrere Tonnen toter Fisch musste am Freitag im Aasee in Münster entsorgt werden. Das Sterben ist allerdings noch nicht vorbei.
Foto: Privat

Münster. Ein grausames Bild bietet sich in den letzten Tagen Spaziergänger am Aasee in Münster. Das Gewässer mitten in der Stadt dient als beliebter Rückzugsort.

Dort sind mindestens 80 Prozent des Fischbestandes verendet, das berichten die Westfälischen-Nachrichten. Ein Mitglied des Anglervereins schätze die Zahl gar auf bis zu 300.000 tote Fische am Nachmittag.

Münster: Fischesterben im Aasee

Die Stadt Münster berichtet, dass der Sauerstoffgehalt im Wasser am Freitagmorgen bei nur zwei Milligramm pro Liter lag. Für die Fische ist allerdings schon drei Millimeter ein kritischer Wert. Zwischenzeitig war noch versucht worden, durch Wasserfontänen den Sauerstoffgehalt im Wasser zu erhöhen. Jedoch vergeblich.

Schon am Morgen sammelten Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr, THW, Fischereiverein und Fachleute der Stadtverwaltung am Aasee 1000 bis 2000 tote Fische ein. Tonnenweise transportieren Lkw in Container das tote Tier ab.

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Rund 30 Helfer sind seit Donnerstag damit beschäftigt, die toten Tiere von dem See abzuschöpfen. An Treppen saugt das Tiefbauamt die Kadaver sogar mit Rohren auf. Doch das Fischesterben geht weiter voran. Beinahe im Minutentakt tauchen neue Fische an der Wasseroberfläche auf.

Insgesamt wird der Fischbestand im Aasee auf sechs Tonnen geschätzt.

Feuerwehr setzt keine Wasserpumpen mehr ein

Den Einsatz von Wasserpumpen hat die Feuerwehr ausgesetzt. „Dafür ist der Aasee mit seinen 40 Hektar einfach zu groß“, so Lutz Hirschmann vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit zum erheblichen technischen Aufwand.

Durch den Temperaturabfall hatte sich der Aasee wieder auf 22 Grad abgekühlt. Dabei half auch der Wind, der Bewegung ins Wasser brachte.

Vor allem sind Güster, kleine Fische von einer Größe bis einen Zentimeter, Hechte, Zander und Karpfen verendet. Auch in Bochum hatte es Ende Juli einen ähnlichen Fall gegeben. Dort waren in einem Teich hunderte Fische verendet. (mb)

 
 

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