Martin Schulz über SPD-Klatsche: „Ich bin auch kein Zauberer“ - alle politischen Reaktionen

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) muss auch persönlich eine harte Schlappe hinnehmen,
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) muss auch persönlich eine harte Schlappe hinnehmen,
Foto: Jörg Carstensen / dpa

Die Reaktionen auf die brutale Niederlage der SPD und den Wahlsieg der CDU in Nordrhein-Westfalen auf einen Blick.

Wahlsieger Armin Laschet: "Heute ist ein guter Tag für Nordrhein-Westfalen."

NRW-Spitzenkandidat Christian Lindner: "Mit einem Comeback der FDP im Bund ist zu rechnen."

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Wahlverliererin Hannelore Kraft: "Die Entscheidungen, die getroffen worden sind, dafür übernehme ich persönlich die Verantwortung. Und deshalb werde ich mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Landesvorsitzende der SPD und als stellvertretende Bundesvorsitzende zurücktreten, damit die NRW-SPD eine Chance auf einen Neuanfang hat."

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sprach von einer "krachenden Niederlage". "Ich bin heute Abend richtig getroffen. (...) Ich bin auch kein Zauberer. (...) Wir müssen überlegen, was war mein Anteil daran?"

SPD-Generalsekretärin Katrina Barley hat sich enttäuscht über den Ausgang der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gezeigt. "Das ist ein ganz bitterer Tag für die SPD", sagte Barley am Sonntag in der ARD. NRW sei sozusagen das Stammland der Sozialdemokraten. "Dort zu verlieren, ist besonders hart." Nach den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF gewann die CDU die Landtagswahl. Die bisherige rot-grüne Landesregierung wurde demnach abgewählt. Die Wahl in dem Bundesland ist der letzte politische Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst.

Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, ihre "Wahlziele nicht erreicht". In der ARD sagte er am Sonntagabend: "Es ist eine krachende Niederlage, und wir werden lange brauchen, bis wir das analysiert haben." Allerdings habe die Wahl in NRW nichts mit der bevorstehenden Bundestagswahl zu tun. "Hier ist über die Landespolitik abgestimmt worden, nicht über die Bundespolitik", sagte Lauterbach.

AfD-Spitzenkandidat Marcus Pretzell: „Frau Kraft, das kann man glaube ich sagen, hat hier so unglaublich auf die Nase bekommen.“ Und weiter: "Wir werden ehrliche klare Opposition machen, den Finger in die Wunde legen, so wie die das noch gar nicht kennen."

Die neue AfD-Spitze Alice Weidel: „Für mich ist das ein sensationelles Ergebnis. Das ist der weitere Landtag, in den wir einziehen. Wir haben den Negativtrend der vergangenen Wochen klar durchbrochen.“

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat den Wahlsieg der CDU in Nordrhein-Westfalen als gutes Vorzeichen für die Union auch im Bund gewertet. "Es gab für uns erkennbar Rückenwind aus der Bundespolitik und für Rot-Grün erkennbar keinen Rückenwind - insofern ist der berühmte Schulz-Effekt ein Thema von vorgestern", sagte Gröhe am Sonntagabend im ZDF über den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. "Das ist ein Tag der Freude." Rot-Grün habe eine krachende Niederlage erlitten. Zwar sei es eine Landtagswahl mit Landesthemen gewesen. Auffällig sei jedoch, dass die CDU zuvor auch bei den Landtagswahlen im Saarland und Schleswig-Holstein erfolgreich gewesen sei.

 
 

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