Dortmund

Mann wird nach Unfall auf A45 lebensgefährlich verletzt - Polizei ist empört über filmende Gaffer

Dieser Fahrer bekommt wohl bald Post von der Polizei.
Dieser Fahrer bekommt wohl bald Post von der Polizei.

Dortmund. Man kann die Empörung der Polizei aus der Pressemitteilung regelrecht herauslesen: „Unverbesserliche Fahrzeugführer“, die nach einem schweren Unfall „ihrem geistlosen Hobby des Gaffens frönen“, schreiben die Beamten.

Besonders widerlich: Mit einem Grinsen im Gesicht fuhr ein Gaffer in aller Seelenruhe an den Polizisten - und am Unfallort - vorbei.

Fahrer wird eingeklemmt

Was war passiert? Gegen 12.20 Uhr fuhr ein 41 Jahre alter Mann mit seinem Kleintransporter auf der A45 zwischen der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd auf einen Sattelschlepper am Ende eines Staus auf.

Der Fahrer wurde bei dem Unfall im Wagen eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Feuerwehrleute befreiten den Mann aus dem Wrack. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in ein Krankenhaus. Es besteht Lebensgefahr. Der 65-jährige Fahrer des Sattelschleppers blieb unverletzt.

Der Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf etwa 60.000 Euro.

Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn wurde nach dem Unfall zeitweise komplett gesperrt. Es entstand ein Stau von über 15 Kilometern Länge. Um 15.40 Uhr wurde die Fahrbahn wieder komplett freigegeben.

Auf der Gegenfahrbahn zückten einige Fahrer ihre Handys und filmten das Geschehen, so die Polizei. Über den Mann, der grinsend und filmend an den Beamten vorbeigefahren war, bemerken die Beamten: „Mal gucken, ob ihm das vergeht, wenn er bald wie mehrere andere Autofahrer Post bekommt.“ (pen)

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