Lotto in NRW: Richtig übel! Frau glaubt, 28.000 Euro gewonnen zu haben – dann folgt das böse Erwachen

Lotto in NRW: Eine Frau glaubte, gewonnen zu haben. Am Ende folgt das böse Erwachen. (Symbolbild)
Lotto in NRW: Eine Frau glaubte, gewonnen zu haben. Am Ende folgt das böse Erwachen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Eibner

Das ist eine richtig bittere Lotto-Geschichte!

Eine Frau aus NRW glaubte, 28.000 Euro im Lotto gewonnen zu haben. Doch für sie ging es gleich doppelt nach hinten los. In einer Tankstelle gab es plötzlich das böse Erwachen.

Lotto in NRW: Frau glaubt an großen Gewinn, dann folgt das böse Erwachen

Überglücklich über ihren vermeintlichen Lotto-Gewinn ging die 61-Jährige aus Lüdenscheid (NRW) in eine Tankstelle und kaufte dort für 600 Euro Geldcode-Karten. Die Mitarbeiterin der Tankstelle verkaufte der Lüdenscheiderin die Karten, hakte jedoch nach und alarmierte schließlich die Polizei.

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Als die Polizei die 61-Jährige antraf, erklärte die Frau völlig erstaunt, dass bei dem Geldkartenkauf alles richtig gelaufen sei. Sie habe 28.000 Euro gewonnen und müsse jetzt die Code-Nummern durchgeben.

Und da klingelte auch schon wieder ihr Telefon. Sie erzählte dem Anrufer, dass zwei Polizisten neben ihr stünden, dann legte die unbekannte Person am anderen Ende der Leitung sofort auf. Es stellte sich heraus, dass der Unbekannte der 61-Jährigen einen Gewinn in Höhe von 28.000 Euro versprochen hatte und diese dafür bereits „mehrmals deutlich höhere Summen“ gezahlt hatte. Das teilte die Polizei in einer Pressemeldung mit.

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Infos zum Lotto-Spiel:

  • Das Wort Lotto stammt aus dem italienischen und französischen und bedeutet Anteil „Anteil“, „Los“, „Schicksal“ und „Glücksspiel“
  • Im deutschen Kaiserreich gab es viele Landeslotterien
  • Anfang des 20. Jahrhundert wurden, um die Konkurrenz zu vermindern, die Lotterien zu mehreren Anbietern zusammengefasst
  • Lotto-Zahlen werden in den letzten Jahren vermehrt übers Internet getippt
  • Jedes Land hat ein anderes Ziehsystem, bei uns spielt man 6 aus 49, plus 1 aus 10

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Erst vor dem Bekanntwerden des Falles hatte der unbekannte Betrüger schon für eine Kuriergebühr Geld von ihr gefordert, woraufhin sie 300 Euro Geldcode-Karten am Telefon durchgab.

Polizei hat eindringliche Warnung nach Lotto-Fall

Die Polizei teilte mit, dass die 61-Jährige nicht das einzige Wiederholungsopfer im Märkischen Kreis ist. 1550 betrügerische Anrufe bei Senioren wurden der Polizei im Märkischen Kreis im Jahr 2019 gemeldet. Die Bilanz für das vergangene Jahr steht noch aus. Wöchentlich fielen mindestens zwei ältere Opfer auf die Betrüger herein. Mindestens 117 Mal zahlten die Opfer an die falschen Polizeibeamten, Enkeltrick- oder Gewinnspielbetrüger. Die Dunkelziffer der nicht angezeigten Fälle dürfte deutlich höher liegen.

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Daher appelliert die Polizei an Verwandte, Bekannte, Freunde und Nachbarn älterer Menschen: „Sprechen Sie mit ihnen immer wieder über die Maschen der Betrüger.“ Dabei sei der wichtigste Rat: „Sofort auflegen!“ „Zu schnell lassen sich leichtgläubige Opfer um den Finger wickeln und zahlen wider besseren Wissens - oder einfach, um den nervigen Anrufer loszuwerden. Die erfahrenen Betrüger arbeiten mit allen psychologischen Tricks und wissen, wie sie mit ihren Opfern umgehen müssen“, so die Polizei.

Dabei sitzen die Täter im fernen Ausland, sprechen meist trotzdem akzentfrei Deutsch. „Bei der Masche mit den Gewinnspielen brauchen sie die Beute nicht einmal mit einem Abholer teilen.“ Und: „Wer an keiner Lotterie teilgenommen hat, der kann auch nichts gewinnen.“

Polizei hat Rat gegen Betrugsmasche

Wer die Gefahr betrügerischer Anrufe reduzieren will, dem rät die Polizei, sich entweder ganz oder zumindest den Vornamen aus den Telefonverzeichnissen streichen zu lassen. Denn die Täter würden in den Verzeichnissen gezielt nach älter klingenden Vornamen suchen. „Eine Xenia dürfte seltener solche Anrufe bekommen als eine Wilhelmine“, sagt die Polizei. (nk)

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In den USA hat ein Mann tatsächlich im Lotto gewonnen. Er hat den zweithöchsten Jackpot aller Zeiten geknackt. DAS ist sein Gewinn.

>> Anmerkung der Redaktion<<

Glücksspiel kann süchtig machen. Wenn das Spielverhalten außer Kontrolle gerät und zur Ersatzhandlung für andere persönliche Probleme wird, kann sich daraus ein krankhaftes Verhalten bis hin zur Spielsucht entwickeln. Es geht dann nicht mehr nur um ein spontanes Freizeitvergnügen, sondern das Spiel nimmt dann plötzlich bedenkliche Funktionen an: das Vermeiden von Angst, Panik, Depression und anderen negativen Gefühlen oder das Ausweichen vor Problemen.

Wer denkt, dass er an Spielsucht erkrankt ist oder jemanden kennt, bei dem man dies annehmen muss, kann sich Hilfe holen. Dafür gibt es die kostenlose und anonyme Hotline 0800/1372700. Weitere Infos auf bzga.

 
 

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