Düsseldorf

Lebensgefahr nach Messerangriff in der Altstadt – Stadt Düsseldorf greift knallhart durch

Auch in Bremen gibt es eine Waffenverbotszone.
Auch in Bremen gibt es eine Waffenverbotszone.
Foto: imago/Eckhard Stengel
  • Seit Samstagfrüh schwebt ein Mann (24) nach einem Messerangriff in Lebensgefahr
  • Immer wieder gibt es in Düsseldorfs Altstadt solche Attacken
  • Deshalb soll jetzt eine Waffenverbotszone eingerichtet werden

Düsseldorf. Noch immer kämpfen die Ärzte um das Leben des 24-jährigen Mannes, der am frühen Samstagmorgen in der Düsseldorfer Altstadt niedergestochen wurde. Und noch immer kämpft die Mordkommission um Hinweise zum flüchtigen Täter.

Damit sich solche Taten in der Altstadt nicht mehr wiederholen, will die Stadt nun knallhart durchgreifen.

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Sie strebt dort jetzt ein striktes Waffenverbot an. Das berichtet RP online. Denn diese Taten wiederholen sich immer wieder. Es war bereits der fünfte Messerangriff in den letzten drei Monaten in der Altstadt.

Um die Situation in der Altstadt zu verbessern, soll das geltende Recht ausgeschöpft und gegebenenfalls beim Gesetzgeber Verschärfungen eingefordert werden, heißt es bei der Stadtspitze.

Dabei sind die Tatwaffen nicht immer nur Klappmesser. Teilweise wird auch mit Küchenmessern zugestochen. „Messer sind im Gedränge zum Teil gefährlicher als Schusswaffen, weil man damit schnell und lautlos angreifen kann. Man kann sich kaum gegen so einen Angriff wehren“, sagt Erich Rettinghaus , NRW-Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, zu RP online.

Auf der Reeperbahn hat die Stadt Hamburg ein solches Waffenverbot bereits durchgesetzt. Auch auf Bremens Discomeile sind Waffen strikt untersagt. Wer in dieser Zone trotzdem mit einer Waffe erwischt wird, muss bis zu 10.000 Euro bezahlen.

Auch die Polizei fordert solche Zonen für Ausgehviertel in Nordrhein-Westfalen. „Das würde zum Beispiel an Orten wie der Düsseldorfer Altstadt Sinn machen, wo mittlerweile viele Personen unterwegs sind, die Messer bei sich tragen. Man könnte in diesen Bereichen dann wesentlich stärker verdachtsabhängige Personenkontrollen durchführen. Bei wem ein verbotener Gegenstand gefunden wird, der muss schnell und hart bestraft werden“, so Rettinghaus.

Das Land NRW hält eine solche Waffenverbotszone allerdings für unnötig. „Die zur Verfügung stehenden rechtlichen Instrumente und Einsatztaktiken der Polizei reichen aus", so ein Sprecher von Innenminister Herbert Reul (CDU).

 

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