Krefelder Zoo: Nach Feuer-Inferno im Affenhaus – jetzt werden diese Forderungen laut

Der Brand des Affengeheges in der Silvesternacht 2020 sorgte für tiefe Bestürzung.
Der Brand des Affengeheges in der Silvesternacht 2020 sorgte für tiefe Bestürzung.
Foto: imago images / Martin Wagner

Krefeld. Es war ein riesiger Schock! Die Silvesternacht im letzten Jahr endete in einer Katastrophe, als das Affenhaus des Krefelder Zoos in Flammen aufging.

Den Brand überlebten nur zwei der Affen im Krefelder Zoo. Nachdem kürzlich ein Urteil für die beiden Verantwortlichen des Unglücks ausgesprochen wurde, werden jetzt vor allem die Forderungen der Tierschützer lauter.

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Krefelder Zoo: Ein Jahr nach dem Unglück sitzt der Schock noch tief

Der Westen berichtete bereits von dem Schicksal der beiden Menschenaffen, die das Feuer in ihrem Gehege in der Silvesternacht überlebten. Seit der verhängnisvollen Nacht ist das Leid auch noch ein Jahr später groß. Vor dem Krefelder Zoo wurden sogenannte „Herzenssteine“ in Gedenken an die verstorbenen Tiere abgelegt. Auch den Tierschützern lässt der tragische Brand keine Ruhe.

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Das ist der Krefelder Zoo:

  • Gründung im Mai 1938
  • beherbergt etwa 1.000 Tiere
  • hat circa 320.000 Besucher und verkauft rund 17.650 Jahreskarten pro Jahr
  • 84 Mitarbeiter

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Besonders als herauskam, wie es den beiden Schimpansen Limbo und Bally ergeht, sorgte der Fall erneut für Aufsehen. Zwar hieß es, dass die Tiere nach der Katastrophe im von dem Flammen verschonten Bereich des Gorillahauses untergebracht und dort umsorgt wurden. Dennoch sind Tierschützer alarmiert. In einer unlängst gestarteten Petition „Beendet umgehend die tierschutzwidrige Haltung von Bally und Limbo“, sammeln sie Unterschriften.

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Tierschützer schalten sich ein

Wegen der seelischen Schäden benötigten die beiden Tiere nämlich ein spezielles Training. Noch wichtiger ist allerdings der Kontakt zu ihren Artgenossen. Diese kann der Zoo in Krefeld nicht mehr bieten. Die Affen müssen daher umgesiedelt werden. Der Zoo darf sich zusammen mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm an der Vergabe des neuen Wohnortes der Schimpansen beteiligen.

An dieser Stelle schalten sich die Tierschützer ein. In ihrer Petition weisen die Tierschützer auf die Missstände im Krefelder Zoo hin. „Anstatt der für die Haltung von Schimpansen vorgeschriebenen Grundfläche von 400 qm – 200 qm im Innen- plus 200 qm im Außenbereich, stehen ihnen gerade einmal 42,5 qm zur Verfügung, einschließlich zweier je 7,5 qm großen 'Schlafboxen'. Ein Außengehege gibt es für die beiden Tiere nicht. Behandelt man so zwei ohnehin schon traumatisierte Tiere?“, wird dem Zoo vorgeworfen.

Darüber hinaus soll sich das Team in Krefeld quergestellt haben, als eine Auffangstelle in England die Schimpansen aufnehmen wollte. In den Augen der Tierschützer ein entscheidender Fehler. Schließlich sei das „Wales Ape & Monkey Sanctuary“ auf traumatisierte Affen spezialisiert und könnte Limbo und Bally ein angemessenes Leben bieten.

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Die Petition zur Umsiedlung der beiden Affen nach England haben bereits über 2.700 Menschen unterschrieben.

 
 

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