SEK-Einsatz an Flüchtlingsheim: Mutter benutzt Kinder als Schutzschild

SEK-Einsatz in Krefeld: Weil die Abschiebung droht, sollen Eltern ihre Kinder als "Schuldschild" missbraucht haben.
SEK-Einsatz in Krefeld: Weil die Abschiebung droht, sollen Eltern ihre Kinder als "Schuldschild" missbraucht haben.
Foto: Justin Brosch

Krefeld. Schwieriger Einsatz für das SEK in Krefeld. Wie die Polizei gegenüber DER WESTEN bestätigt, drohte ein Mann (30), sein Kind aus dem Fenster zu werfen.

Der Mann wohnt zwischen der Neuen Linner Straße und der Uerdinger Straße. Dort lebt er in der Philadelphiastraße mit seiner Familie in einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft. Hintergrund ist offenbar die geplante Abschiebung des Mannes.

Krefeld: Mann (30) sollte mitsamt Familie abgeschoben werden

Beamte der Ausländerbehörde hatten den Mann am Morgen zusammen mit der Polizei aufgesucht, um die Abschiebung durchzuführen. Dabei zog der Mann ein Messer und drohte, eines seiner Kinder aus dem Fenster zu werfen. Die Beamten zogen sich daraufhin zurück. Die Mutter habe die Kinder dabei als „Schutzschild“ benutzt.

Zwischenzeitlich war der Bereich um das Gebäude großräumig abgesperrt. Der Vater verschanzte sich über eine Stunde lang mit seiner Frau und den drei Kindern in der Wohnung. Gegen 10.30 Uhr konnte die Polizei den 30-Jährigen festnehmen. Unklar ist noch, wie die Festnahme ablief.

Stadt Krefeld sieht keine Chance auf Bleiberecht

Laut der Stadt Krefeld soll die gesamte Familie nach Albanien abgeschoben werden. „Es handelt sich bei der geplanten Abschiebung um eine Entscheidung, bei der die Kommune über keinerlei Ermessensspielraum verfügt. Sämtliche Rechtsmittel wurden seitens der Betroffenen ausgeschöpft, blieben jedoch erfolglos. Somit hat die Familie keine Chance auf ein Bleiberecht in Deutschland.“ (fel)

 
 

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