NRW-Kommunalwahl 2020 im Ticker: Messer-Anschlag am Wahlsonntag wegen AfD-Plakat?

Bluttat offenbar in Zusammenhang mit der NRW-Kommunalwahl (Symboldbild).
Bluttat offenbar in Zusammenhang mit der NRW-Kommunalwahl (Symboldbild).
Foto: imago images / Reichwein

NRW hat gewählt: Die Kommunalwahlen 2020 sind gelaufen – und es gibt einen klaren Sieger, die CDU. Die Partei hat zwar leicht verloren, konnte sich aber mit Abstand als stärkste Kraft durchsetzen.

Die NRW-Kommunalwahl 2020 galt auch als wichtiger Stimmungstest für die Parteien ein Jahr vor der Bundestagswahl. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kann sich freuen: Ihm gibt das CDU-Ergebnis Rückenwind für seine Kandidatur für den Parteivorsitz. Der NRW-Landesvater zeigte sich entsprechend euphorisch – ob bei der CDU-Wahlparty in Essen, oder im WDR-Gespräch.

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Mehr zu den OB-Stichwahlen in NRW:

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Kommunalwahl 2020: Grüner Triumph in NRW

Am meisten hinzugewonnen haben in NRW die Grünen. Sie sind in NRWs größter Stadt Köln sogar stärkste Kraft! Sie profitierten auch vom wichtigsten Wahlentscheidungs-Thema: Umwelt und Klima. Außerdem konnten sie die Jungwähler auf ihre Seite ziehen. In der Gruppe der 16- bis 24-Jährigen wurden sie stärkste Kraft.

Vorläufiges Ergebnis für NRW:

  • CDU: 34,3 Prozent (2014: 37,5 Prozent)
  • SPD: 24,3 Prozent (2014: 31,4 Prozent)
  • Grüne: 20 Prozent (2014: 11,7 Prozent)
  • FDP: 5,6 Prozent (2014: 4,7 Prozent)
  • Linke: 3,8 Prozent (2014: 4,7 Prozent)
  • AfD: 5,0 Prozent (2014: 2,5%)

NRW-Kommunalwahl 2020: Alle Infos zur Wahl, Beteiligung und die Ergebnisse in unserem Newsblog

Montag, 14. September

16.10 Uhr: Messeranschlag am Wahlsonntag wegen AfD-Plakat?

Möglicherweise hatte der AfD-Wahlkampf im rheinländischen Stolberg (NRW) blutige Folgen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, könnte ein AfD-Plakat am Wahlsonntag die Gewalttat eines Islamisten ausgelöst haben.

Auf dem AfD-Plakat sind fünf Männer vor einer Tee-Stube an einem Gartentisch zu sehen, die in Richtung der Kamera blicken. Darunter steht: „Auch Deutsch-Türken wollen Veränderung!“ Das Foto sei zufällig während einer Ortsbegehung und nach einem Gespräch der Männer mit den AfD-Lokalpolitikern entstanden. Die Männer mit Migrationshintergrund hätten eingewilligt, dass es für den Wahlkampf genutzt werden darf.

Wie die Bild nun meldet, könnte jedoch dieses Plakat das Motiv eines Anschlags gewesen sein. Gegen 0.40 Uhr am Sonntag soll ein Autofahrer (23) von einem Mann mit einem Täter angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden sein. Die Tat soll sich im Auto des Opfers ereignet haben. Er musste notoperiert werden.

Der Vater des 23-jährigen Opfers sei auf einem Werbemotiv der AfD zu sehen gewesen, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft, die das Verfahren am Montag übernommen hat.

Bei dem Täter soll es sich nach Bild-Informationen um einen dem Staatsschutz bereits bekannten Islamisten handeln, der „Allahu akbar“ gerufen haben soll. Es soll schon im Vorfeld im Netz Drohungen gegen die Deutsch-Türken auf den Plakat gegeben haben, weil diese eine "antiislamische Partei" unterstützt hätten. Ein Sprecher des NRW-Innenministeriums sagte auf Bild-Anfrage: „Wir können bei dem Messerangriff einen islamistischen Hintergrund nicht ausschließen.“

10:10 Uhr: Macht ausgerechnet Essen Laschet zum CDU-Kanzlerkandidaten?

Nüchtern betrachtet war das Ergebnis der CDU alles andere als berauschend. Die 35,2 Prozent waren das schlechteste Kommunalwahlergebnis der CDU in ihrer NRW-Geschichte. Doch Ministerpräsident Armin Laschet wusste es als Erfolg zu verkaufen, weil die SPD noch viel krasser abstürzte und die Grünen zu einer neuen Volkspartei gewachsen sind.

Laschet wertete den Wahlerfolg der CDU als Anerkennung für den „Weg von Maß und Mitte in der Pandemie“. Einen Sieg der CDU „in dieser Größenordnung“ hätten viele nicht erwartet in einem Land, das 50 Jahre von der SPD regiert worden sei.

Dabei war ihm eine Stadt besonders wichtig, hier feierte er einen symbolischen Sieg: Essen! Laschet tauchte am Sonntagabend noch in der Ruhrpott-Metropole auf und gratulierte Wahlsieger Thomas Kufen persönlich zur Wiederwahl mit 54,2 Prozent. Es sei für die CDU ein besonderes Ergebnis, in einer Großstadt wie Essen den OB-Posten zu besetzen, schwärmte er im WDR-Fernsehen. Diesen Triumph konnte er im CDU-internen Wettbewerb gegen Friedrich Merz und Norbert Röttgen gut gebrauchen. Der Wahlerfolg in einer der zehn größten Städte Deutschlands hilft ihm auch, sich gegen seinen CSU-Widersacher Markus Söder zu behaupten.

Es ist genau dieser Rückenwind, der Laschet doch noch zum CDU-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten machen könnte. Er wird bei seiner Bewerbungsrede auf dem Parteitag bei der Wahl zum Vorsitzenden über Essen sprechen. Und vielleicht auch noch über Düsseldorf und Dortmund. Dort stehen in zwei Wochen Stichwahlen mit CDU-Bewerbern an. Gelingt der CDU auch dort ein Coup, wird Laschet erneut strahlen.

6:30 Uhr: Das ist das vorläufige Ergebnis der Kommunalwahlen in NRW

Die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat die CDU von Ministerpräsident Armin Laschet laut vorläufigem amtlichen Ergebnis trotz Stimmverlusten klar gewonnen. Nach dem am frühen Montagmorgen vom Innenministerium in Düsseldorf veröffentlichen Resultaten kam die CDU landesweit auf 34,3 Prozent der Stimmen. Dies sind 3,2 Punkte weniger als bei den Kommunalwahlen 2014 und das schlechteste Ergebnis der Partei bei NRW-Kommunalwahlen überhaupt.

Zweiter Gewinner der Wahlen sind die Grünen. Sie holten dem vorläufigen Ergebnis zufolge landesweit 20,0 Prozent und verbesserten sich damit im Vergleich zu den Kommunalwahlen vor sechs Jahren deutlich um 8,3 Punkte. Einen Rückschlag erlitt erneut die SPD. Sie landete bei nur 24,3 Prozent – ein Minus von 7,1 Punkten. Die FDP kam auf 5,6 Prozent (plus 0,8), die Linkspartei auf 3,8 Prozent (minus 0,8). Die AfD holte 5,0 Prozent (plus 2,5).

Bei der Kommunalwahl an Rhein und Ruhr waren rund 14 Millionen Bürger aufgerufen gewesen, die Stadträte und Kreistage sowie Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte neu zu wählen.

5:50 Uhr: Das wird Laschet nicht gerne hören

Nach den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat der Vorsitzende der Jungen Union davor gewarnt, angesichts des relativ guten Abschneidens der CDU falsche Schlüsse für die Vorsitzendenwahl zu ziehen.

Ministerpräsident Laschet mache „als Krisenmanager in NRW einen guten Job“,
sagte Tilman Kuban den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Für die Frage, wer Vorsitzender der CDU Deutschlands oder Kanzlerkandidat der Union wird, hat diese Wahl aus meiner Sicht aber nur eine begrenzte Aussagekraft.“ Bei Kommunalwahlen wähle man vor allem die Person, die auf dem Wahlzettel stehe.

Laschet ist einer der Bewerber für die Vorsitzendenwahl auf dem Parteitag im Dezember. Seine Konkurrenten um das Amt sind der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen.

Sonntag, 13. September

22:56 Uhr: Wahlberichterstattung im Überblick

Wir bieten verschiedene Artikel und Analysen zu den Ergebnissen der NRW-Kommunalwahlen an. Hier ein Überblick:

Köln: OB Henriette Reker muss überraschend in die Stichwahl - hier mehr erfahren ›

Düsseldorf: Stichwahl auch in Düsseldorf - OB Thomas Geisel wackelt - alle Infos hier ›

Dortmund: Auch hier Stichwahl! Alle Infos erfährst du in unserem Text ›

Essen: Sieg für OB Thomas Kufen ++ Starkes AfD-Ergebnis in DIESEN Stadtteilen ›

Bochum: Hier gewinnt die SPD...

Duisburg: So lief die Kommunalwahl ›

In Gelsenkirchen, Oberhausen und Mülheim schnitt die AfD überraschend stark ab ›

Münster - Stichwahl zwischen CDU-Amtsinhaber und grünem Kandidaten ›

Volt - Klein-Partei unerwartet stark, vor allem in Köln ›

22:44 Uhr: Wahlpanne in Soest

Wegen einer Wahlpanne sind bei der Kreistagswahl in Soest 412 Stimmen für ungültig erklärt worden. In einem Stimmbezirk im Stadtgebiet seien irrtümlicherweise die Stimmzettel für den Nachbarbezirk ausgegeben worden, teilte der Kreis Soest am Sonntagabend mit. Der Kreiswahlleiter werde in den nächsten Tagen vor der Feststellung des amtlichen Endergebnisses prüfen, ob die ungültigen Stimmen relevant für Mandate und die Zusammensetzung des Kreistages hätten sein können. Bei der Briefwahl sei der Fehler nicht passiert - dort seien die richtigen Stimmzettel versandt worden.

22:05 Uhr: Kurios! CDU-Mann verliert gegen CDU-Mann

In Finnentrop (Kreis Olpe, Sauerland) hat der bisherige CDU-Amtsinhaber die Bürgermeisterwahl gegen seinen Herausforderer deutlich verloren – und das gegen einen Mann aus seiner eigenen Partei! Kandidat Achim Henkel ist von der CDU neu aufgestellt worden, ist nach Auszählung aller Ergebnisse auf rund 64 Prozent. Das geht aus einer Übersicht der Gemeinde Finnentrop hervor. Der langjährige Amtsinhaber Dietmar Heß hat demnach 18,7 Prozent für sich geholt. Er hatte zuvor den Rückhalt seiner Partei verloren und ist als Einzelbewerber angetreten.

21:53 Uhr: Stichwahl auch in Bonn

Bonns Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan (CDU) muss sich einer Stichwahl stellen. Bei der OB-Wahl am Sonntag erhielt er zwar mit 34,46 Prozent der Stimmen den meisten Zuspruch, wie die Stadt mitteilte. Für die nötige absolute Mehrheit reichte es aber nicht. Mit 27,59 Prozent der Stimmen landete die Grünen-Kandidatin Katja Dörner auf dem zweiten Platz. Die Bonner müssen sich nun in einem zweiten Wahlgang am 27. September zwischen ihr und Sridharan entscheiden.

Sridharan ist seit 2015 im Amt. Damals brach er für die CDU das mehr als 20 Jahre währende Abo der SPD auf den Bonner OB-Sessel. Zudem wurde erstmals ein CDU-Politiker mit Migrationshintergrund Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt. Dörner ist Bundestagsabgeordnete.

21:35 Uhr: Jetzt spricht Friedrich Merz

Für Friedrich Merz ist das Ergebnis der NRW-Kommunalwahl nicht hilfreich, bestätigt es doch den Kurs seines Rivalen Armin Laschet (CDU). Deshalb reagiert der Kandidat für den CDU-Vorsitz naturgemäß anders, als Landesvater Armin Laschet: Trotz des Wahlerfolgs dürfe sie ihre „Schwächen nicht übersehen“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die CDU verliere vor allem in den Großstädten an die Grünen. „Die CDU braucht deshalb ein Konzept, wie sie mit dieser Herausforderung umgeht“, forderte Merz. „Die Bundestagswahl 2021 lässt sich nicht alleine im ländlichen Raum gewinnen.“

21:34 Uhr: Stichwahl in ehemaliger SPD-Hochburg Gelsenkirchen

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Gelsenkirchen hat keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht. Wie die Stadt am Sonntagabend im Internet nach Auszählung aller Stimmbezirke mitteilte, erhielt Stadtdirektorin Karin Welge (SPD, 57) mit 40,4 Prozent die meisten Stimmen. In der Stichwahl am 27. September tritt sie gegen den CDU-Kandidaten, Rechtsanwalt Malte Stuckmann (42), an. Er holte am Sonntag 25,1 Prozent.

Die drittmeisten Stimmen erreichte der Kandidat der AfD, Jörg Schneider, mit 12,1 Prozent. David Fischer von den Grünen kam auf 9,3 Prozent.

Der bisherige Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD, 58) hatte das Amt seit 2004 inne. Er war nicht wieder angetreten. In Gelsenkirchen leben rund 265.000 Menschen.

21:25 Uhr: „Swing Cities“ in NRW?

Durch die Nominierung von Olaf Scholz als Kanzlerkandidat hatten viele Menschen sich einen Aufschwung der SPD erhofft. Dieser Aufschwung blieb bei den Kommunalwahlen in NRW aus. Ist die Taktik der SPD nicht aufgegangen?

Norbert Walter-Borjans sieht das anders. „Es ist klar, dass wir im Bund auch im Land NRW wieder das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen müssen“, sagt der Bundesvorsitzende der SPD im WDR: „Aber ich finde, dass wir das bei dieser Wahl hervorragend gemacht. Ich kenne NRW in- und auswendig. Das ist nicht bitter. Wir haben in einigen Städten anerkannte Bürgermeister.“

Dann greift Walter-Borjans, der von 2010 bis 2017 NRW-Finanzminister war, zu einer besonders eigenwilligen Terminologie: „Es gibt Städte, die waren immer „Swing Cities“, wenn Sie so wollen. In Düsseldorf oder Wuppertal ist das zum Beispiel der Fall. Und trotzdem haben dort die beiden Bürgermeister mit Bravour die zweite Runde erreicht.“

Als „Swing States“ werden die US-Bundesstaaten bezeichnet, bei denen Ergebnisse bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen regelmäßig hin und her schwenken.

21:16 Uhr: Essens OB Thomas Kufen wiedergewählt

Nach Auszählung von 90% der Stimmen in Essen, freut sich OB Thomas Kufen (CDU) über die Wiederwahl mit knapp 54%.

21:15 Uhr: Jubelstimmung bei den Grünen

Jubelstimmung bei den Grünen. Sie kommen landesweit auf etwa 19 Prozent - das sind 7,3 Prozentpunkte mehr als 2014. In Köln sind die Grünen laut Prognosen sogar stärkste Kraft vor CDU und SPD. Einziger Wermutstropfen: Die von CDU und Grünen getragene Oberbürgermeisterin Henriette Reker verpasste wohl knapp die 50-Prozent-Marke und muss voraussichtlich in die Stichwahl gegen den SPD-Herausforderer.

Dennoch meint die Grünen-Doppelspitze Mona Neubaur und Felix Banaszak: „Viele Menschen wollen, dass an grünen Inhalten kein Weg mehr vorbei führt.“ Die Grünen haben laut Umfragen bei den jungen Wählern mit Abstand die meisten Stimmen gewonnen. „Sehr viele haben mit uns Grünen für einen neuen Aufbruch, einen Wandel gestimmt“, so Neubaur und Banaszak.

21:03 Uhr: Jan Böhmermann kommentiert die Wahl in Köln

„Bei dem Wahlergebnis in der Horror-Autostadt Köln kann man erwarten, dass jetzt umgehend mind. 50% der Straßen in Fahrradwege ungewandelt werden.“

(Moderator und Satiriker Jan Böhmermann auf Twitter nach den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen, bei denen sich für die Grünen in Köln ein besonders starkes Ergebnis abzeichnete.)

20.31 Uhr: So reagiert SPD-Chef Walter-Borjans

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sieht im Ausgang der NRW-Kommunalwahl eine positive Trendumkehr für die Sozialdemokraten. „Die SPD ist klar zweitstärkste Kraft. Das sah bei der Europawahl vor eineinhalb Jahren und in den jüngsten Prognosen noch anders aus“, sagte Walter-Borjans der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag). 2019 habe die SPD in NRW vier Prozentpunkte hinter den Grünen gelegen, jetzt liege sie deutlich davor. „Die Tendenz, sich in Krisenzeiten hinter der Regierungschefin im Bund zu versammeln, ist aber auch bei dieser Wahl erkennbar“, betonte der SPD-Chef. Er fügte folgende Theorie hinzu: „Keine Frage: Für uns gibt es noch viel zu tun, aber der Trend gegenüber 2019 ist gedreht - durch unsere engagierten Kommunalpolitiker und auch wegen einer geschlossen und kraftvoll handelnden Bundespartei.“

19.45 Uhr: Statement von Armin Laschet

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich nun auch geäußert. Sichtlich entspannt und fröhlich erklärte er die CDU zur Wahlsiegerin: „Die CDU hat die Wahl gewonnen.“

19.38 Uhr: Reaktion von Henriette Reker

Starkes Zitat der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos): Sie freue sich, dass sie mal einen Wahlabend erlebe. Rückblende 2014: Damals gab es am Wahltag ein Messerattentat auf die damalige Kandidatin - sie erfuhr erst später von ihrem Wahlsieg.

Nun werde es eine spannende Wahlnacht, so Reker, die wahrscheinlcih auch in die Stichwahl muss.

Erdrutschsieg der Grünen in Köln - HIER geht's zum Ticker ›

19.38 Uhr: Stichwahl wohl auch in Wuppertal

Bei der Oberbürgermeister-Wahl in Wuppertal zeichnet sich eine Stichwahl zwischen dem SPD-Amtsinhaber Andreas Mucke und dem gemeinsamen Kandidat von CDU und Grünen, Uwe Schneidewind, ab. Die beiden Politiker lieferten sich am Sonntagabend ein Kopf-an-Kopf-Rennen weit vor allen anderen Bewerbern. Nach 174 von 272 Ergebnissen kam Mucke auf 38,8 Prozent und Schneidewind auf 37,6 Prozent, wie die Stadt online mitteilte.

Schneidewind war Chef des renommierten Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Mucke hatte 2015 in einer Stichwahl den damaligen CDU-Amtsinhaber Peter Jung geschlagen.

19.36 Uhr: Das sagt Christian Lindner (FDP)

FDP-Chef Christian Lindner sieht in der NRW-Kommunalwahl bundesweit das Signal einer Bestätigung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). „Die Grünen sind die Wahlgewinner des Tages. Die FDP ist etwa auf dem Niveau der letzten Wahl“, sagte Lindner der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag). Ein gutes Zeichen sei aber, dass die FDP bei den Jungwählern überdurchschnittlich stark geworden sei. „Bundesweit wird die Bestätigung von Armin Laschet das Signal der Wahl sein“, betonte der FDP-Chef.

19.20 Uhr: In Gangelt zeichnet sich Erdrutschsieg des Landrats ab

Sein Corona-Management hat sich ausgezahlt: Im ehemaligen Corona-Hotspot Gangelt (Kreis Heinsberg) zeichnet sich ein Erdrutschsieg von Landrat Stephan Pusch (CDU) ab. Nach 126 von 242 Ergebnissen liegt er bei 81,2% der Stimmen. 2014 waren es im Endergebnis 10% weniger.

Auch im „Tönnies“-Kreis Gütersloh scheint sich das Krisenmanagement von Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) auszuzahlen, obwohl er Kitas und Schulen schloss, als bei Tönnies die Zahlen ansteigen. Er liegt nach 200 von 353 Ergebnissen bei 54,1 % und wird sich so wahrscheinlich eine zweite Amtszeit sichern.

19.11 Uhr: Essen - es zeichnet sich ein Sieg für OB Thomas Kufen (CDU) ab

In Essen droht der SPD ein Desaster. OB Thomas Kufen (CDU) darf hoffen, sich schon heute eine weitere Amtszeit im Essener Rathaus hoffen.

HIER die Ergebnisse in Essen im Liveticker ›

19 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen in Düsseldorf

Thomas Geisel (SPD), Oberbürgermeister von Düsseldorf, muss zittern. Zwischen ihm und dem CDU-Kandidaten wird es mutmaßlich zu einer Stichwahl kommen. Beide landeten nach den ersten Auszählungen bei etwa 30%.

Mehr erfährst du HIER in unserem Liveticker zur Kommunalwahl in Düsseldorf ›

18.58 Uhr: Grüne laut WDR bei jungen Wählern vorne

Die Grünen haben bei den NRW-Kommunalwahlen bei den jungen Wählern laut einer Infratest-Dimap-Umfrage im Auftrag des WDR mit Abstand die meisten Stimmen gewonnen. Bei den 16-24-Jährigen lag der Grünen-Anteil demnach bei 33 Prozent - CDU (22 Prozent), SPD (16), FDP (8), Linke (6) und AfD (4) liegen in dieser Altersgruppe deutlich dahinter. Die Grünen übertrafen damit ihr prognostiziertes Gesamtergebnis für alle Altersgruppen von 19 Prozent bei den jungen Wählern deutlich.

18.38 Uhr: Umwelt und Klima wahlentscheidende Themen

Der Umwelt- und Klimaschutz war bei den Kommunalwahlen nach einer Infratest-Dimap-Umfrage im Auftrag des WDR für die Wähler das wichtigste politische Thema. Die Bedeutung des Themas habe im Vergleich zur Kommunalwahl 2014 noch deutlich zugelegt, berichtete der WDR. Dies sei auch ein Erfolg der Grünen, die das Thema erfolgreich in der Debatte besetzt hätten, sagte der Politologe und WDR-Wahlexperte Martin Florack.

Zweitwichtigstes Thema für die Wähler sei die Wirtschaft gewesen, drittwichtigstes die Bildungspolitik. Das Thema Einwanderung/Integration folgt in NRW erst als viertwichtigstes Thema - mit deutlichem Abstand zum Klima.

18.29 Uhr: Wahllokal in Bochum geräumt

Laut WAZ wurde das Wahllokal am Neuen Gymnasium in Bochum-Wiemelhausen geräumt. Der Grund: Ein verdächtiger Gegenstand. Die Polizei bestätigte das. Offenbar handelte es sich um einen harten Gegenstand in einem Wahlbrief in einer Wahlurne. Gegen 17 Uhr musste die Wahl kurzzeitig unterbrochen werden. Im Briefwahlzentrum in der Hans-Böckler-Schule wurde noch ein verdächtiger Brief entdeckt. Beide Wahllokale wurden kurzfristig geräumt. Die Auszählung wird sich verzögern, geht aber weiter. Ein Experte vom LKA in Düsseldorf ist unterwegs.

Aufgefallen war der Gegenstand in Wiemelhausen einem Wahlhelfer.

18.23 Uhr: Erste Reaktion der CDU

Als einer der ersten führenden Politiker in NRW hat CDU-Fraktionschef Bodo Löttgen bei Twitter die Kommunalwahlen kommentiert: „Hammer-Prognose zur Kommunalwahl NRW!“, twitterte Löttgen wenige Minuten nach der WDR-Prognose um 18 Uhr. „@CDUNRW_de konstant gut!“, schrieb Löttgen weiter. Seine Partei wurde laut der Prognose mit 36 Prozent stärkste Kraft, verlor allerdings 1,5 Prozentpunkte im Vergleich zu den vorherigen Kommunalwahlen.

18.15 Uhr: Grüne noch nie so gut

Die Grünen können in NRW ein historisches Ergebnis feiern. Sie waren besonders bei den jüngeren Altersgruppen stark. Bei den 16- bis 24-jährigen Wählern kamen sie laut WDR auf 33%.

18.11 Uhr: CDU ist Wahlsiegerin

Die CDU hat nach der Prognose des WDR-Fernsehens die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen gewonnen. Die Christdemokraten kommen demnach auf 36 Prozent. Das ist etwas weniger als bei der Wahl 2014, als die CDU 37,5 Prozent erreichte.

Die SPD erlitt starke Verluste. Sie landete aber mit 23,5 Prozent noch auf dem zweiten Platz vor den Grünen. Vor fünf Jahren hatten die Sozialdemokraten noch gut 31 Prozent erreicht. Die Grünen konnten stark zulegen. Laut Prognose liegen sie mit 19 Prozent auf Platz drei. 2014 hatten sie bei 11,7 Prozent der Stimmen erhalten.

Die AfD verbessert sich der Prognose zufolge auf 6 Prozent, nachdem sie 2014 mit 2,6 Prozent nur eine kleine Rolle gespielt hatte.

Für die FDP stimmten laut Prognose 4,5 Prozent. Das entspricht ungefähr dem Ergebnis von 2014. Die Linke liegt mit 4 Prozent etwas unter dem Ergebnis von 2014, als sie 4,7 Prozent erreicht hatte.

Die Wahlbeteiligung lag mit 51,5 Prozent etwas über der Beteiligung von 2014 (50 Prozent).

18.04 Uhr: Hier die bereits bekannten Prognosen für die größten NRW-Städte

In Köln muss Oberbürgermeisterin Henriette Reker in die Stichwahl.

Erdrutschsieg der Grünen in Köln - HIER geht's zum Ticker ›

In Dortmund kommt es bei der OB-Wahl zu einer Stichwahl zwischen - HIER alle Infos ›

18 Uhr: Erste Prognose

Die erste Prognose ist da!

Wahlsieger ist die CDU mit 36%. Sie verlor im Vergleich zu 2014 leicht um 1,5%. Am meisten dazugewonnen haben die Grünen mit landesweiten 19% (+7,3).

17.48 Uhr: Die Spannung steigt

Um 18 Uhr veröffentlicht der WDR eine erste Prognose für NRW sowie für die Städte Köln, Düsseldorf und Dortmund.

17.17 Uhr: In 45 Minuten schließen die Wahllokale

Um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Wer dann noch Schlange steht, darf seine Stimme aber noch abgeben.

16.47 Uhr: Zusätzliche Wahlkabinen in Oberhausen und Neuss

In Oberhausen ließ die Stadt in mehreren Wahllokalen zusätzliche Wahlkabinen aufstellen. Außerdem wurden volle Wahlurnen ausgetauscht. Wahlberechtigte Bürger sollen mehr als eine Stunde Schlange gestanden haben, berichtet die WAZ. In Neuss sollen Wähler bis zu 90 Minuten angestanden haben. In jedem vierten Wahllokal musste eine dritte Wahlkabine aufgestellt werden. Das berichtet RP Online.

16.46 Uhr: Panne im Kreis Unna

16.05 Uhr: Wo es heute besonders spannend wird

In Düsseldorf könnte die CDU den OB-Posten zurückerobern. Laut den letzten Umfragen liefern sich der aktuelle Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) und sein CDU-Herausforderer Stephan Keller ein Kop-an-Kopf-Rennen. Ausgerechnet in Armin Laschets Heimatstadt Aachen bahnt sich jedoch eine ganz andere Sensation an. Hier könnten die Grünen die Nase vorn haben.

15.48 Uhr: Was ist, wenn ich um 18 Uhr noch in der Schlange stehe?

Um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Durch die Corona-Vorsichtsmaßnahmen haben sich vor vielen Wahllokalen lange Schlangen gebildet. Manche berichten von Wartezeiten von bis zu einer Dreiviertelstunde. Doch was passiert eigentlich, wenn man um 18 Uhr noch in der Schlange steht - also dann, wenn die Wahllokale eigentlich schließen? Keine Angst! Wer dann noch in der Schlange steht, darf sein Kreuzchen auch danach noch machen, berichtet der WDR.

15.30 Uhr: Lange Schlangen vor Wahllokalen

Die Beteiligung an den Kommunalwahlen ist bis mittags größer gewesen als bei der Europawahl im vergangenen Jahr. Vor den Wahllokalen bildeten sich zum Teil lange Schlangen. Um 12 Uhr hatten 29,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie ein Sprecher des NRW-Innenministeriums in Düsseldorf mitteilte. Bei der Europawahl waren es 28,6 Prozent.

Deutlich höher lag der Anteil der Briefwähler mit 19,3 Prozent im Vergleich zu 13 Prozent bei der Europawahl. Die Angaben beruhen auf einer Stichprobe aus acht Modellkommunen, in denen die Angaben bereits bei den vergangenen Wahlen erhoben wurden.

14.51 Uhr: Wahlbeteiligung größer als bei der Europawahl

Die Beteiligung an den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen am Sonntag ist bis mittags größer gewesen als bei der Europawahl im vergangenen Jahr. Vor den Wahllokalen bildeten sich zum Teil lange Schlangen. Um 12.00 Uhr hatten 29,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie ein Sprecher des NRW-Innenministeriums in Düsseldorf mitteilte. Bei der Europawahl waren es 28,6 Prozent.

Deutlich höher lag der Anteil der Briefwähler mit 19,3 Prozent im Vergleich zu 13 Prozent bei der Europawahl. Die Angaben beruhen auf einer Stichprobe aus acht Modellkommunen, in denen die Angaben bereits bei den vergangenen Wahlen erhoben wurden.

13.09 Uhr: Kommunalwahl NRW: Wahlpannen in Duisburg

Eine Reihe von Wahlpannen gab es am Sonntag in Duisburg. Wie „Radio Duisburg“ berichtet, hätten Hausmeister verschlafen und ein Wahlleiter sei krank. Schwerwiegender war dagegen eine falsch bedruckte Wahlbenachrichtigung. Das Wahllokal „Haus der Jugend“, das auf der Benachrichtung einiger Wähler angegeben war, gibt es in diesem Jahr gar nicht. Wähler müssen stattdessen zum Willy-Brandt-Berufskolleg, Krefelder Straße 92, in 47226 Duisburg, teilte die Stadt auf Facebook mit.

Ein Shuttlebus wurde eingerichtet.

11.37 Uhr: Kommunalwahl NRW: WDR ruft dazu auf, zu wählen - doch dieser Halbsatz sorgt für einen Eklat

Seit 8 Uhr haben die Wahllokale geöffnet. Auch der WDR hat dazu aufgerufen, dass Wähler bitte ihr Kreuzchen machen gehen. Und die Betonung liegt dabei tatsächlich auf „gehen“, denn der Westdeutsche Rundfunk schreibt: „Moin aus dem Verkehrsstudio. Es ist Sonntagmorgen 7:00 Uhr. In einer Stunde öffnen die Wahllokale. Keine Staus in NRW. Kein Regen. Geht also alle wählen - und es geht ja wohl ohne Verbrennungsmotoren!“

Doch dieser Aufruf mal auf sein Auto zu verzichten, kommt nicht bei jedem gut an. Die Twitter-Nutzer regen sich auf. Sie schreiben unter anderem:

  • „Nein. Ich mach das auf dem Weg zur Arbeit. und zu der fahre ich, weil's spät werden kann, mit dem Auto. Und entgegen Eurer impliziten Empfehlung wähle ich nicht Grüne, sondern CDU.“
  • „... und außerdem halte ich die Luft an, bis ich blau anlaufe...“
  • „Ich gehe, seit ich wählen darf, zu Fuß zu Wahl. Oft verbunden mit einem Familienspaziergang. Früher mit meinen Eltern. Heute mit meinen Kindern. Aber heute mach' ich eine Ausnahme und fahre erstmals mit dem Auto. Kein Mensch benötigt Belehrungen, wie er zur Wahl kommt!“
  • Noch weitere Empfehlungen? Art des Schuhwerks? Kleidung? Muß ich gekämmt sein? Und gut, daß der Strom fürs Pedelec aus der Steckdose kommt.
  • „Jetzt auch schon im WDR Verkehrsstudio? unfassbar. Geht wählen! Ja, Kranke, Alte Menschen sowie behinderte Menschen dürfen auch mit einem Verbrennungsmotoren gefahren werden und jeder der 2 KM nicht laufen will, weil er kein Fahrrad oder ähnliches hat. Hauptsache, Wählen.“
  • Mal ganz davon abgesehen, dass sonst die meisten Wahllokale für die gesunden Wähler bequem zu Fuß erreichbar sind, ziehe ich die Briefwahl vor: "Ich habe Besseres zu tun!"
  • „Und wegen Ihrer schamlos grünen Propaganda freue ich mich besonders, die 350 Meter zum Wahllokal mit dem Auto zurückzulegen.“

9.31 Uhr: Kommunalwahl in NRW 2020 bricht alle Rekorde!

Die Zahl der Briefwahlanträge für die Kommunalwahlen am Sonntag in Nordrhein-Westfalen bricht alle Rekorde: Bis zu einem Drittel der Wahlberechtigten hat in zahlreichen Städten schon vorab per Brief die Stimmen abgegeben - mehr als bei allen vergangenen Wahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. In NRW werden am Sonntag Kommunalparlamente, Bürgermeister und Landräte gewählt.

In der Landeshauptstadt Düsseldorf haben knapp 30 Prozent der Wahlberechtigten bis Freitag ihre Briefwahlunterlagen beantragt - rund 127.000 von 471.000. Im Vergleich zur vergangenen Kommunalwahl 2014 hat sich die Zahl der Briefwähler einem Stadtsprecher zufolge fast verdoppelt.

In der bevölkerungsreichsten Kommune Köln ist die Tendenz ähnlich. Bis Freitag gingen rund 251.000 Briefwahl-Anträge bei etwa 820.000 Wahlberechtigten ein - einer Stadtsprecherin zufolge kämen die ausgefüllten Wahlscheine „Wäschekörbeweise“ zurück. Auch in Münster beantragten bis Donnerstag rund 30 Prozent der Wahlberechtigten die Briefwahl: knapp 76.000 von 248 000 Wahlberechtigten.

8 Uhr: Die NRW-Kommunalwahl beginnt - Spannung an Rhein und Ruhr

Nun geht es also los! Über 14 Millionen Stimmberechtigte ab 16 Jahren sind zur Wahl aufgerufen. Viele haben ihr Wahlrecht schon über die Briefwahl genutzt. Es werden die Oberbürgermeister in 24 kreisfreien Städten sowie die Bürgermeister in 396 Städten und Gemeinden gewählt. In 31 Kreisen in NRW werden neue Landräte bestimmt. Insgesamt stehen rund 20.000 kommunale Mandaten für die kommenden fünf Jahre zur Wahl.

Die NRW-Kommunalwahlen gelten als Stimmungstest für die Parteien und für CDU-Ministerpräsident Armin Laschet insbesondere. Laschet strebt das Amt des CDU-Vorsitzenden an und wird als möglicher Kanzlerkandidat gehandelt. Bekommt er an diesem Wochenende Rückenwind aus seinem Bundesland Nordrhein-Westfalen?

Kommunalwahl in NRW: Das musst Du wissen
Kommunalwahl in NRW: Das musst Du wissen

NRW-Kommunalwahlen 2020: Letzte Umfragen vom WDR und wann kommen die ersten Ergebnisse?

Die letzten Umfragen des WDR zeigen, dass CDU und SPD mit den Grünen in vielen großen Städten eine dritte Konkurrenz auf Augenhöhe erhalten. werden. Laut dem Städtetrends des WDR kurz vor den NRW-Kommunalwahlen zeichnet sich ab, dass die Grünen bei den Stadtratswahlen in Aachen (37 Prozent), Bonn (35 Prozent) und Köln (24 Prozent) vorne liegen. Auch in Bielefeld (26 Prozent), Wuppertal (25 Prozent) und Münster (30 Prozent) sind sie nah dran, stärkste Kraft im Stadtrat zu werden.

Die CDU darf sich Hoffnung auf eine starke Wiederwahl ihres Oberbürgermeisters Thomas Kufen in Essen machen. Auch die parteilose, aber von Schwarz-Grün unterstützte, Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, steht laut WDR-Umfrage vor einer souveränen Wiederwahl gleich im ersten Wahlgang.

Für die SPD könnte es ein bitterer Kommunalwahlabend werden. Zwar sieht es so as, als könnte sie in ihrer Hochburg Dortmund weiterhin stärkste Kraft bleiben, auch in Disburg verteidigt sie wohl ihre Spitzenposition. In anderen Städten wird sie in Umfragen aber mittlerweile von den Grünen überholt, wie beispielsweise in Düsseldorf, Münster, Bonn und sogar in Essen!

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Kommunalwahlen in NRW: Umfragen und Hintergründe aus den Städten

Kommunalwahl in Münster: Die letzte Umfrage ist da – kommt es zur OB-Stichwahl?

Kommunalwahl in Essen: Paukenschlag-Umfrage! Erdrutschsieg bei OB-Wahl?

Kommunalwahl in Köln: Neue Umfrage! OB-Wahl offenbar entschieden

Kommunalwahl in Dortmund: Neue Umfrage deutet auf packende OB-Stichwahl hin

Kommunalwahl in Duisburg: Neue Umfrage da – so spannend wird es!

Kommunalwahl in Düsseldorf: Neue Umfrage überrascht – Kopf-an-Kopf-Rennen!

Kommunalwahl in Bochum: Hochspannung vor dem Wahlsonntag

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Die AfD dürfte keine herausragende Rolle spielen bei der Wahl in NRW. Im Duisburg und Essen liegt sie bei acht Prozent, in manchen Uni-Städten aber klar unter fünf Prozent. Auch die FDP erwartet kein rauschendes Fest, nur in Düsseldorf mit OB-Kandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sieht es nach einem Achtungserfolg aus laut WDR-Städtetrend. Einen solchen könnten die Linken mit neun Prozent auch in Köln erzielen.

Wahl in NRW: Ausgangslage der Kommunalwahl 2015

Zuletzt fanden die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2015 statt. Als Wahlsieger mit leichten Verlusten ging damals die CDU hervor. Die Wahlbeteiligung lag bei lediglich 49,9 Prozent. Insgesamt machten 7,13 Millionen Wähler ihre Kreuze.

Das landesweite NRW-Kommunalwahlergebnis von 2015 im Überblick:

  • CDU: 37,5 Prozent
  • SPD: 31,4 Prozent
  • Grüne: 11,7 Prozent
  • FDP: 4,7 Prozent
  • Linke: 4,7 Prozent
  • AfD: 2,5 Prozent
  • Piraten: 1,7 Prozent
  • Sonstige: 3,1 Prozent

NRW-Kommunalwahl 2020: Corona-Regeln in den Wahllokalen

Natürlich gelten bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen auch besondere Corona-Regeln, um das Infektionsrisiko in den Wahllokalen gering zu halten. Wahlberechtigte sind dazu aufgerufen, einen eigenen Stift mit in die Wahlkabine zu nehmen. Außerdem gilt natürlich Maskenpflicht, auch wenn im Zweifelsfall niemand von der Wahl ausgeschlossen werden darf, der keinen Mund-Nasen-Schutz trägt. Alle weiteren Informationen zur NRW-Wahl unter Corona-Bedingungen liest du in diesem Artikel.

Ruhrparlament bei der NRW-Wahl: Was ist das eigentlich?

Erstmals bestimmen die Wähler in den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets bei der Kommunalwahl direkt das sogenannte Ruhrparlament. Wir klären hier auf, was das ist und wie die Wahl funktioniert.

NRW-Kommunalwahl: So funktionieren die Wahlzettel!

Alle fünf Jahre findet die NRW-Kommunalwahl statt. Ganz klar, dass mancher nicht mehr sicher weiß, wie die Stimmabgabe auf kommunaler Ebene eigentlich genau funktioniert. Wie viele Kreuze darf ich wo machen? In diesem Artikel wird es erklärt.

NRW-Wahl 2020: Was mache ich wenn ich die Wahlbenachrichtigung verloren habe?

Doch was mache ich eigentlich, wenn ich meine Wahlbenachrichtigung einfach nicht mehr finden kann? Bin ich jetzt ausgeschlossen von der NRW-Wahl? Wir klären hier auf, was man dann machen kann und wieso man einen Ausweis oder den Führerschein im Wahllokal braucht! Außerdem liest du in diesem Artikel, ob man Kinder oder Hunde mit in die Wahlkabine nehmen darf. (mag)

 
 

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