Köln: Will sich dieser Kiosk an der Corona-Krise bereichern? Kunden sind sauer – „Wucher“

Köln: Der Klopapier-Verkauf in einem Kiosk in Köln kommt bei den Kunden nicht gut an. (Symbolbild)
Köln: Der Klopapier-Verkauf in einem Kiosk in Köln kommt bei den Kunden nicht gut an. (Symbolbild)
Foto: imago images / Reichwein

Köln. Bei panischen Hamsterkäufen wegen des Coronavirus ist Klopapier zuletzt heiß begehrt. Auch in Köln ist die Nachfrage groß.

In diesem Zusammenhang wurde der „Express“ von einem Leser auf einen Kiosk in der Merowingerstraße in der Südstadt von Köln aufmerksam gemacht, der ebenfalls Klopapier verkauft. Doch das Angebot des Ladens sorgt für mächtig Gegenwind.

Köln: Kiosk verlangt rund zehn Euro für Klopapier

Für ein 16er-Pack Klopapier verlangt Kiosk-Inhaber Tunahan K. 9,95 Euro. Für den erbosten Leser ist das „glatter Wucher“, im Internet gebe es dasselbe Angebot schon ab 3,69 Euro. „Man bereichert sich auf höchst unsolidarische Weise an der Krise“, beschwert er sich. Die Erklärung des Kiosk, dass die Preise an erhöhte Herstellerpreise angepasst werden müssten, stempelt der Leser als „aus meiner Sicht glatt gelogen“ ab.

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Auf Nachfrage des „Express“ verteidigt K. den Klopapierpreis. Wenn er Kunden erkläre, dass sich die Einkaufspreise für den Kiosk ständig ändern und diese für die Kunden angepasst werden, gebe es Verständnis, so der Inhaber. „Wir wollen mit Corona nicht reich werden und werden dadurch nicht reich“, beharrt er. „Wir haben den Gewinn deshalb jetzt auf minimal gesetzt.“

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Dennoch: Auf vergraulte Kunden hat der Kioskbesitzer keine Lust: „Das war ein 16er Pack. Aber das teure Klopapier werden wir auch jetzt nicht mehr kaufen. Uns geht es um Kundenzufriedenheit.“ (at)

 
 

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