Köln: Obdachlosen-Gruppe hält Behinderten wie einen Sklaven – ihre Taten sind an Grausamkeit kaum zu überbieten

Köln: Der 25-Jährige wurde über fünf Tage auf brutale Art gefoltert. (Symbolbild)
Köln: Der 25-Jährige wurde über fünf Tage auf brutale Art gefoltert. (Symbolbild)
Foto: imago images / Panthermedia

Köln. Abscheuliche Taten werden sieben Frauen und Männern seit Dienstag vor dem Kölner Landgericht vorgeworfen: Sie sollen einen 25 Jahre alten behinderten Mann in Köln eingesperrt, geschlagen und gedemütigt haben. Das Opfer leidet auch sechs Monate nach der Tat stark unter der Folter, hat Depressionen, wird gepackt von Angstattacken.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe Freiheitsberaubung, Raub, gemeinschaftliche Körperverletzung, Bedrohung sowie Nötigung vor.

Köln: Obdachlosen-Gruppe hält Behinderten als Sklaven

Die Gruppe soll den 25-Jährigen, der auch an Epilepsie leidet, in einer Wohnung in Köln-Bilderstöckchen tagelang wie einen Sklaven gehalten haben. Bei Prozessbeginn legten sechs der sieben Angeklagten Geständnisse ab. Fast alle Mitglieder der Gruppe sollen obdachlos sein, berichtet die Rheinische Post.

Der siebte Angeklagte gab an, sich zu einem späteren Zeitpunkt äußern zu wollen.

------------------------------------

• Mehr Themen aus der Region:

NRW: Heftiges Unwetter +++ Dächer abgedeckt +++ Autos fliegen durch die Luft +++ Heute drohen erneut Tornados

A2: Polizisten trauen ihren Augen nicht – als sie DAS auf dem Rastplatz sehen

• Top-News des Tages:

„Bares für Rares“ im ZDF: Händlerin weint nach Rekord-Deal hemmungslos – Rechtsanwalt erklärt Kauf für ungültig

Europawahl: Historisches Ergebnis – Pikantes CDU-Schreiben aufgetaucht

-------------------------------------

Opfer wird aufs Übelste gedemütigt

Laut Anklageschrift musste der 25-Jährige Arbeiten wie Putzen, Müll sortieren und Wäschewaschen verrichten. Weigerte er sich, sollen ihn die Angeklagten im Alter zwischen 16 und 34 Jahren mit Schlägen und Tritten gegen Gesicht und Oberkörper gefügig gemacht haben.

Ferner sollen die Beschuldigten den Mann gedemütigt haben: So soll das Opfer gezwungen worden sein, in einem Bikini mit einem Damenslip auf dem Kopf zu putzen. Dabei soll die Gruppe ihn gefilmt haben.

Erst nach fünf Tagen konnte sich das Opfer selbst befreien. „Ich habe Albträume und höre Stimmen“, sagt das Opfer nach dem ersten Prozesstag der Rheinischen Post. Einen Therapieplatz habe er allerdings noch nicht erhalten. (dpa/mb)

 
 

EURE FAVORITEN