Köln: 34-Jähriger wollte Mann aus Eifersucht töten – so soll er den Nebenbuhler in die Falle gelockt haben

Am Landgericht Köln muss sich nun ein Mann wegen versuchten heimtückischen Mordes verantworten. (Symbolbild)
Am Landgericht Köln muss sich nun ein Mann wegen versuchten heimtückischen Mordes verantworten. (Symbolbild)
Foto: dpa

Köln. Ein 34-Jähriger soll versucht haben, einen mutmaßlichen Nebenbuhler in Köln zu töten. Deswegen muss er sich nun vor dem Landgericht Köln verantworten. Ihm wird versuchter heimtückischer Mord vorgeworfen.

Er selbst bestreitet die Mordabsicht bei der Einlassung am ersten Prozesstag.

Mann soll mutmaßlichen Nebenbuhler in Köln versucht haben zu töten

Der Mann soll im Mai 2020 mit dem späteren Opfer in den Königsforst in Rath-Heumar gefahren sein.

Dort habe er dem Mann eine unbekannte Flüssigkeit ins Gesicht geschüttet. Als sein Opfer in den Wald flüchten wollte, soll der Angreifer ihm gefolgt sein. Dann habe er mehrfach mit einem längeren Messer auf den Kopf und den Lendenwirbelbereich eingestochen, so die Staatsanwaltschaft. Die Wunden bluteten stark.

Trotz dieser Verletzungen konnte das Opfer vor weiteren Angriffen flüchten.

Sein Angreifer sei dann mit dem Auto abgehauen. Spaziergänger hatten die Tat beobachtet und vermutlich nur aufgrund der schnellen Hilfe, konnte der Mann überleben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann ansonsten verblutet wäre.

Köln: Motiv soll Eifersucht gewesen sein

Als mögliches Motiv für die Tat nennt die Anklage Eifersucht.

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Der Angeklagte soll davon ausgegangen sein, dass seine Freundin eine Affäre mit dem Opfer gehabt hatte. Er habe ihn nur zu einem Treffen überreden können, weil er sich angeblich mit ihm aussprechen wollte.

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Am ersten Verhandlungstag räumte der Niederländer die Auseinandersetzung ein. Der Vater von drei Kindern bestritt aber einen Mordversuch.

Angeklagter beschreibt die Situation anders

„Ich wollte die Sache mit ihm von Mann zu Mann klären“, sagte er. Er habe „Klartext reden“ wollen. Es sei dann aber zu einer Rangelei gekommen.

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Der Unterschied zwischen Mord und Totschlag:

  • Totschlag ist laut deutschem Strafrecht die vorsätzliche Tötung eines Menschen, die NICHT die Merkmale für Mord erfüllen
  • Mordmerkmale: Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebs, Habgier, Heimtücke, Grausamkeit, Einsatz eines gemeingefährlichen Mittels, Ermöglichungsabsicht (um Straftaten begehen zu können), Verdeckungsabsicht (um Straftaten zu verdecken)
  • Freiheitsstrafe bei Totschlag: 5-15 Jahre
  • Freiheitsstrafe bei Mord: bei Feststellung der besonderen Schwere der Schuld lebenslänglich, bei verminderter Schuldfähigkeit oder Kronzeugenregelung weniger

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Dabei habe er eine Scherbe zu greifen bekommen und damit zugeschlagen. Anschließend habe er seinen Kontrahenten im Wald zurückgelassen. Blut habe er keines gesehen.

Der Prozess ist mit weiteren sechs Verhandlungstagen bis zum 24. März terminiert. (fb/dpa)