NRW: Mann ist stinksauer auf den Nahverkehr – dann trifft er DIESE krasse Entscheidung

Die Straßenbahn-Linie 1 in Köln: Auf dieser Strecke nimmt ein Mann besonders oft Rache am Nahverkehr. (Symbolfoto)
Die Straßenbahn-Linie 1 in Köln: Auf dieser Strecke nimmt ein Mann besonders oft Rache am Nahverkehr. (Symbolfoto)
Foto: imago images/Benjamin Horn

Rache ist süß – oder skurril, wie bei einem Fahrgast der Straßenbahn in Köln. Weil der sich vor Jahrzehnten über die KVB geärgert hatte, bringt er den Nahverkehrsbetreiber in Köln bis heute um wertvolle Einnahmen – und das auf ganz legalem Weg.

Köln: Mann nimmt gratis Fahrgäste mit

Christoph Schwers aus Köln-Lindenthal nimmt seit fast dreißig Jahren andere Menschen auf seinem „KVB“-Monatsticket mit. Dafür spricht er Bahnkunden am Fahrkartenautomat gezielt an, bietet ihnen die Mitfahrt an. Das berichtet der „Express“.

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Für 87,20 Euro im Monat kann der 55-Jährige unter der Woche ab 19 Uhr einen Erwachsenen mitnehmen, am Wochenende und an Feiertagen sogar rund um die Uhr – so steht es in den Ticket-Richtlinien der KVB. Unter der Woche ab 15 Uhr dürfen sogar noch bis zu drei Kinder zwischen 6 und 14 Jahren mitfahren.

Der Bahn-Samariter: „Seit 1991 habe ich Pi mal Daumen 12.000 Menschen mitgenommen.“ Früher habe er noch Strichlisten geführt, das macht er jetzt nicht mehr. Sogar 23 Hunden hat er mitgenommen, mittlerweile fahren Vierbeiner kostenlos.

Köln: Das steckt hinter der Racheaktion

Die Menschen, die Christoph Schwers hauptsächlich während seiner Fahrten mit der Linie 1 vom und zum Köln-Neumarkt mitnimmt, sparen zwei bis vier Euro. Ihm persönlich geht es aber nicht ums Geld: „Das Elementare für mich ist, dass die Leute sich freuen“, zitiert der „Express“.

Trotzdem gab es einen Auslöser für die Aktion: Als 26-Jähriger konnte der Kölner (damals schon Monatsticket-Inhaber) auf einer Fahrt von Köln nach Bonn seinen Anschlussfahrschein außerhalb des Tarifgebietes nicht ausreichend entwerten.

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Dafür gab's vom Kontrolleur ein Strafe von 30 D-Mark als „erhöhtes Beförderungsentgelt“. Auch als Christoph Schwers beteuerte, kein Schwarzfahrer zu sein und die Sache als Missverständnis bezeichnete, blieb die KVB hart, verwies auf ihr „lückenloses Tarifsystem“.

Der wütende Schwers sann auf Rache, suchte extra nach einer Lücke – und fand sie im Mitnahme-System!

 
 

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