Köln: Mann steht wegen versuchten Mordes vor Gericht – dann wird es plötzlich romantisch

Köln: Vor dem Landgericht Köln ist ein Niederländer wegen versuchten Mordes angeklagt. (Symbolbild)
Köln: Vor dem Landgericht Köln ist ein Niederländer wegen versuchten Mordes angeklagt. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Future Image

Köln. In Köln läuft derzeit ein Verfahren gegen einen 34-jährigen Mann aus den Niederlanden wegen versuchten Mordes.

In diesem Zusammenhang kommen wohl wenige auf romantische Gedanken. Dennoch wurde es während der Verhandlung in Köln auf einmal romantisch.

Köln: Mann steht wegen Mordes vor Gericht

Bei dem Prozess in Köln ist der 34-Jährige wegen versuchten Mordes angeklagt, da er im Mai 2020 einen Nebenbuhler zu einer Aussprache in einen Wald gelockt haben soll.

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Das ist die Stadt Köln:

  • wurde im Jahr 50 als Colonia von den Römern zur Stadt erhoben
  • mit rund 1,1 Millionen Einwohnern (Stand: Dezember 2019) die bevölkerungsreichste Stadt in NRW
  • weltbekannte Sehenswürdigkeit: der Kölner Dom
  • Oberbürgermeisterin ist Henriette Reker (parteilos)

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Die Anklage wirft ihm vor, dem Mann eine unbekannte Flüssigkeit ins Gesicht geschüttet und ihm anschließend mit einem scharfkantigen Gegenstand lebensgefährliche Verletzungen zugefügt zu haben. Vor Gericht war aber nicht nur der Angeklagte anwesend, sondern auch dessen Verlobte. Auf einmal wurde es während der Verhandlung dann romantisch.

Köln: Vor Gericht wird es plötzlich romantisch

Versuchter Mord und Romantik – das dürfte wohl nur für die wenigsten zusammenpassen. Für den Angeklagten scheint das aber nicht zu gelten. Er machte seiner Verlobten, welche als Zeugin bei dem Prozess geladen war, erneut einen Antrag. Dieses Mal eben vor Gericht.

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Mit dem ungewöhnlichen Schritt wollten der 34-Jährige und die Frau, die eine gemeinsame Tochter haben, ihr fortbestehendes Verlöbnis aus dem Jahr 2019 bekräftigen. Trotz des Antrags, den die Frau unter Tränen entgegennahm, setzte das Gericht die Befragung der Zeugin fort.

Köln: Was steckt wirklich hinter dem Antrag?

Die Kammer begründete die Fortsetzung der Befragung der Zeugin wie folgt: „Die Kammer geht davon aus, dass es bei dem Verlöbnis hier nur darum geht, eine Aussage zu verhindern.“

Dem Heiratsantrag war eine zweistündige, streckenweise scharf und laut geführte Erörterung des Beziehungsstatus' des Niederländers und der 32 Jahre alten Deutschen vorangegangen. Dieser dürfte nach der erneuten Verlobung zumindest vorerst geklärt sein. (gb mit dpa)