Köln: Coronavirus-Verdacht an Karneval! Betroffener Patient erhebt schwere Vorwürfe: „Skandalös“

Das ist das Coronavirus

Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Auch Deutschland ist eines der am stärksten von dem Virus betroffenen Länder.

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Köln. Der Coronavirus-Verdacht bei einem Italien-Rückkehrer in Köln hat sich nicht bestätigt. Eine Untersuchung habe ergeben, dass der Mann weder an dem neuartigen Virus, noch an Influenza erkrankt sei, teilte die Stadt am Dienstagmorgen gegenüber der Deutschen Presseagentur mit.

Der Mann war vor einigen Tagen aus der der Lombardei nach Köln zurückgekehrt.

Coronavirus in Köln? Mann erhebt schwere Vorwürfe

Dennoch erhebt der Mann jetzt schwere Vorwürfe gegen das Gesundheitsamt. Was war passiert?

Am Montag hatte eine Frau aus dem Kölner Stadtteil Holweide einen Rettungswagen gerufen, weil ihr Mann über grippetypische Symptome klagte. Ihr Mann war erst am vergangenen Freitag mit dem Zug aus der Lombardei nach Köln gekommen. In der italienischen Region sind mehr als 180 Infektionen registriert und mehrere Menschen gestorben.

Doch die Kölner Rettungskräfte verzichteten offenbar auf einen Bluttest und empfahlen ihm, einen Hausarzt aufzusuchen. Wenig später, so berichtet der „Kölner Stadtanzeiger“, sei ein Rettungsteam in Schutzanzügen aufgetaucht und habe ihn mit in ein Krankenhaus genommen, wo er unter Quarantäne stand.

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„Ich bin absolut entsetzt“

Der Kölner kritisiert: „Ich bin absolut entsetzt“. Er habe vergeblich versucht, am Sonntag und Montag das Gesundheitsamt seiner Heimatstadt zu erreichen. Denn er hatte durchaus Wichtiges mitzuteilen. Er habe, bevor ihn erste Meldungen über die sich zuspitzende Lage in Norditalien erreichten, noch am Samstag in mehreren Kneipen und Bars der Südstadt Karneval gefeiert.

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„All das wollte ich der Stadt mitteilen, aber es hat niemand reagiert“, sagte T. Auch beim Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf habe er keinen erreichen können. „Was passiert ist, halte ich für skandalös“, sagte er. „Gerade weil Karneval ist, sollten die Behörden in der jetzigen Situation erreichbar sein.“

Er habe alles richtig machen wollen, aber die zuständige Behörde sei nicht erreichbar gewesen. Die Stadt Köln verwies auf einen Bereitschaftsdienst des Gesundheitsamts. Der sei über die Leitstelle der Feuerwehr erreichbar gewesen. Einzig: Ein entsprechender Hinweis auf der Internetseite fehlte, wie der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtet.

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Gesundheitsminister rechnet mit Infektionen in NRW

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann rechnet derweil auch mit Infektionen in Nordrhein-Westfalen. „Mit einem Import von einzelnen Fällen auch nach Nordrhein-Westfalen muss gerechnet werden“, sagte Laumann der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung bleibe aber derzeit weiterhin gering.

„Wenn ein Fall oder mehrere Fälle im Land auftreten sollte, sind wir gut darauf vorbereitet“, so Laumann weiter. (ms mit dpa)

 
 

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