Wegen Feinstaub! Kölner will Silvester-Feuerwerk in seiner Stadt verbieten lassen

Ein Kölner hat im Rathaus Antrag auf Böllerverbot gestellt. (Symbolbild)
Ein Kölner hat im Rathaus Antrag auf Böllerverbot gestellt. (Symbolbild)
Foto: Andrea Matzker/Archiv

Köln. Ein Kölner hat im Rathaus einen Antrag gestellt und fordert, dass die Stadt das private Böllern an Silvester verbieten soll. Der Grund: Wenn auch Autohersteller wegen der Dieselabgaswerte unter Druck gesetzt werden, dann müsse auch ein Böllerverbot eingeführt werden.

Böllerverbot in Köln: Silvester ohne Knallerei

Denn ein jährliches Lichtspektakel würde laut Bundesumweltamt ca. 5.000 Tonnen Feinstaub in die Luft freisetzen und mache etwa 17 Prozent der Feinstaubmenge aus, die der Straßenverkehr in einem Jahr produziere.

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Feuerwerk überschreitet Grenzwerte

Beim Jahreswechsel 2008 hat das Feuerwerk den Tagesgrenzwert an sämtlichen Messstationen in Köln überschritten. Darüber berichtet der EXPRESS. Doch das Feuerwerk belaste die Luft aber nicht so stark wie der Straßenverkehr.

Die Feinstaubbelastung durch das Feuerwerk klinge bei günstigen Wetterverhältnissen ab – etwa nach einem bis zwei Stunden bei kräftigem Wind. Autos belasten die Luft dagegen permanent, da sie mehr als einmal im Jahr gefahren werden.

Bei windschwachem Wetter besteht jedoch die Gefahr, dass der Feinstaub des Silvesterfeuerwerks in der Luft absetzen und sich anreichern kann.

Rathaus Köln: Antrag liegt vor

Am 27. November entscheiden die Ratspolitiker über das Böllerverbot – doch die ersten zweifeln bereits. Um ein solches Verbot durchsetzen zu können, müsse die Bundesregierung das „Sprengstoffgesetz“ ändern.

Ein solches Böllerverbot existiert aber bereits in einigen Ländern. In den Niederlanden und in Australien dürfen die Menschen es vor ihren Türen nicht knallen lassen.

 
 

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