Archäologen graben in Kölner Innenstadt – und machen dabei einen Sensationsfund!

Die Antoniter-Bibliothek ist nach Informationen der Kölner Bodendenkmalpflege im 2. Jahrhundert errichtet worden.
Die Antoniter-Bibliothek ist nach Informationen der Kölner Bodendenkmalpflege im 2. Jahrhundert errichtet worden.
Foto: dpa

Bei Ausgrabungen in Köln haben Archäologen die Fundamente der ältesten nachweisbaren Bibliothek Deutschlands entdeckt.

Der Bau sei im 2. Jahrhundert im römischen Köln errichtet worden, sagte der Leiter der Kölner Bodendenkmalpflege, Marcus Trier, am Mittwoch. Archäologen seien bereits vor einem Jahr bei Bauarbeiten für das neue Citykirchenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde in der Innenstadt überraschend auf die massiven Mauerreste gestoßen. Zuvor hatte der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet.

Älteste Bibliothek Deutschlands: Vergleich mit Ephesos

„Zuerst dachten wir, es handele sich um die Überreste eines öffentlichen Versammlungsraumes“, sagte Trier. Doch die Mauern hätten „eigentümliche, nischenartige Gliederungen“ aufgewiesen. Erst nach intensiven Nachforschungen und Vergleichen mit anderen antiken Gebäuden etwa in Ephesos sei klar geworden, dass an dieser Stelle einst eine Bibliothek gestanden habe.

Ephesos war eine der größten und bedeutendsten Städte des Altertums. Die Ruinen der Stadt liegen in der heutigen Türkei, rund 70 Kilometer südlich von Izmir.

------------------------------------

• Mehr Archäologie-Themen:

Sensationsfund in Essen! Bauarbeiter heben Grube aus – und finden DAS!

Forscher öffnen einen alten Sarkophag – was sie darin finden, ist „eine Sensation“

• Top-News des Tages:

Peinlicher Patzer! Alice Weidel blamiert sich mit Wanderfoto auf Twitter – erkennst du, warum?

Gewitter-Alarm im Ruhrgebiet: In diesen Pott-Städten kracht es gerade!

-------------------------------------

Fundamente sollen öffentlich zugänglich gemacht werden

Das Gebäude mit einem Ausmaß von 20 mal 9 Metern plus einem Anbau sei vermutlich zweigeschossig gewesen. „Da lagen bestimmt mehrere Tausend Schriftrollen zum Ausleihen drin“, sagte Trier, der auch Direktor des Römisch-Germanischen Museums ist.

Die Fundamente würden nun in den Neubau des Kirchenzentrums integriert und sollen nach dem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers später teilweise öffentlich zugänglich sein. (dpa/bs)

 
 

EURE FAVORITEN