NRW: Randalierer schmieren „behindert“ auf Auto – ausgerechnet IHM gehört es

NRW: In Kleve wurde ein Auto eines jungen Mannes beschmiert.
NRW: In Kleve wurde ein Auto eines jungen Mannes beschmiert.
Foto: privat

Kleve. Manfred Vick (59) ist fassungslos. Der VW-Bus der Familie aus Kleve (NRW) wurde von Unbekannten mit dem Schriftzug „Behindert?“ beschmiert.

Das Unfassbare daran: Sohn Felix (30) lebt nach einem schweren Autounfall mit einer körperlichen Behinderung. Er war vor dreieinhalb Jahren von einem Laster beim Abbiegen übersehen worden und geriet frontal unter den Lkw.

Sieben Monate und sieben Tage lag Felix Vick aus NRW im Koma.

NRW: Auto von Familie aus Kleve beschmiert - die Hintergründe sind unfassbar

„Ich hatte das große Glück, dabei zu sein, als er wieder aufwachte“, erinnert sich Papa Manfred. Die ersten Worte: „Papa, wo ist Mama? Ich habe Hunger“. Inzwischen hat sich Felix zurück ins Leben gekämpft, kann laufen und ist kognitiv wieder genesen. Dennoch bleibt der leidenschaftliche Kickboxer ein Pflegefall, besucht aktuell eine Reha.

Umso unverständlicher ist das Ganze für Vater Manfred. „Ich kann mir nicht erklären, wie man so etwas machen kann“, sagt er im Gespräch mit DER WESTEN. „Da zerreißt es einen.“

Beim Gassi gehen Schmiererei entdeckt

Er und seine Frau entdeckten die Schmierereien beim Gassigehen am vergangenen Freitag. Der blaue VW-Bus mit Anhänger war unter einer Brücke in der Spyckstraße in Kleve (NRW) abgestellt. Von dem Bus hat er ein Foto gemacht und auf Facebook gepostet. Die Resonanz und das Entsetzen war riesig.

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Auch die Polizei plant noch einen Zeugenaufruf. „Bei uns ist eine Anzeige wegen Sachbeschädigung eingegangen“, bestätigt eine Sprecherin der Polizei Kleve. Sie hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Nicht der erste Vorfall

„Wir vermuten, dass jemand dahinter steckt, der Felix kennt“, so Vater Manfred Vick. Denn die Schmiererei war nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits im vergangenen Jahr wurde an dem Bus eine Scheibe eingeschlagen. „Was kommt als Nächstes?“, macht sich Manfred Vick Sorgen.

Er will den Wagen bald in die Autoaufbereitung bringen. Solange soll der Wagen als ein Mahnmal stehen bleiben.

 
 

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