Kaum noch Polizei auf A 40-Brücke

Duisburg..  Die Polizei hat sich von der maroden A 40-Rheinbrücke in Duisburg praktisch zurückgezogen. Das noch bis in den Mai hinein geltende Lkw-Fahrverbot in Richtung Essen wird jetzt vom Landesbetrieb Straßenbau und der Stadt überwacht. Ein Streifenwagen assistiert noch dabei, das aber auch nicht rund um die Uhr. In den vergangenen Wochen freilich war das anders: Nach Einrichtung der Baustelle hatte die Polizei zeitweise bis zu 60 Beamte im Einsatz, um das Fahrverbot für den Schwerlastverkehr durchzusetzen.

Dass Polizisten eingesetzt werden, um müde Infrastruktur zu schützen, ist kein Einzelfall. Wie das NRW-Innenministerium auf Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Gregor Golland mitteilte, gibt es Maßnahmen auch auf der Leverkusener Rheinbrücke, der Mülheimer Brücke im Verlauf der B 51 in Köln sowie der B 299-Brücke über die Hönne bei Balve im Märkischen Sauerland. Bei Balve habe es bislang 31 Einsätze mit jeweils bis zu 13 Beamten gegeben. Die beiden Brücken in und bei Köln würden im Zuge der Streife und bei Schwerpunkteinsätzen mit bis zu acht Beamten kontrolliert.

Vollsperrung vermieden

„Statt die Bürger vor Einbrecherbanden zu schützen, bewachen unsere Beamten bröckelnde Brücken. Das ist ein Jammer“, meint CDU-Politiker Golland dazu. Das Ministerium hingegen verweist darauf, dass die Polizei ihre gesetzliche Aufgabe bei der Verkehrsüberwachung wahrnehme. Zusammen mit anderen Behörden sei es bislang gelungen zu verhindern, dass Lkw die Rheinbrücke Neuenkamp befahren. Eine sonst nötige Vollsperrung sei vermieden worden.

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