Bergkamen

Kaufland in NRW: Corona-Streit eskaliert – Mitarbeiter gehen wegen Regeln auf Barrikaden

In einem Kaufland in NRW gibt es Ärger um Corona-Regeln für Mitarbeiter. (Symbolfoto)
In einem Kaufland in NRW gibt es Ärger um Corona-Regeln für Mitarbeiter. (Symbolfoto)
Foto: imago stock&people gmbh

Bergkamen. Corona-Eskalation bei einem Kaufland in NRW!

Weil es in dem Kaufland in Bergkamen (NRW) keine verbindlichen Corona-Sonderregeln gibt, bleiben über 100 Beschäftige derzeit ihrem Arbeitsplatz fern – und das bereits seit acht Wochen.

Kaufland in NRW: Streit um Corona-Regeln

Grund für den Eklat im Kaufland in Bergkamen (NRW) waren verbindliche Corona-Sonderregeln, welche das Personal angeregt hatte. Sie umfassten die Tragezeiten der Masken, Abstandsregeln und den zusätzlichen Einsatz von Wachpersonal beeinhalteten, berichtet der „WDR“.

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Das ist „Kaufland“:

  • gegründet 1968, Firmensitz in Neckarsulm (Baden-Württemberg)
  • das Unternehmen betreibt rund 1.300 Filialen, davon 667 in Deutschland und hat rund 132.000 Mitarbeiter
  • die Kette ist außerdem in Polen, Tschechien, Rumänien, Slowakei, Bulgarien, Kroatien und der Republik Moldau vertreten
  • ist ein Tochterunternehmen der Schwarz-Gruppe (ebenso wie Lidl)
  • Jahresumsatz: 21,42 Milliarden Euro (2018)

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So soll sich die Geschäftsleitung der Kaufland-Filiale geweigert haben, den verbindlichen Regelsatz zu unterzeichnen – woraufhin der Betriebsrat seine Zustimmung zu den Personal-Einsatzplänen verweigerte.

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Kaufland in NRW: Mitarbeiter dürfen nicht arbeiten

Laut Betriebsrat seien geeignete Corona-Schutzmaßnahmen die Voraussetzung zur Arbeit in der Filiale. Daher gehen seit rund acht Wochen über 100 Beschäftigte dort nicht mehr zu Arbeit – bei voller Bezahlung.

Hinter dem Konflikt steckt wohl ein Zwist zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat. Die Gewerkschaft verdi hält den Vorgang für einen Angriff auf den Betriebsrat, so der „WDR“.

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Die aktuelle Situation ist jedenfalls nicht billig für das Unternehmen: Da die Kaufland-Filiale in Bergkamen weiter geöffnet ist, arbeiten dort fremde Mitarbeiter mit Werksverträgen. Die Kosten dafür dürften im sechsstelligen Bereich liegen. Gerichtliche Schlichtungsversuche, Klagen und Vergleichsvorschläge blieben bisher erfolglos. (kv)

 
 

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