Katze in NRW ohne Einverständnis eingeschläfert – Familie komplett fassungslos: „Alptraum“

Eine Katze aus NRW wurde ohne das Einverständnis der Besitzer eingeschläfert. (Symbolbild)
Eine Katze aus NRW wurde ohne das Einverständnis der Besitzer eingeschläfert. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / ITAR-TASS

Was für ein Schock für eine Familie aus NRW! Ihre Katze wurde einfach eingeschläfert – ohne die Erlaubnis ihrer Besitzer.

Völlig fassungslos schildert sie die Hintergründe zum Tod ihrer Katze aus Recklinghausen (NRW). Sie hofft, dass sich so ein Fall nie mehr wiederholt.

Katze in NRW: Besitzer nach Vorfall „zwischen Trauer und Wut“

Kater Winnie aus Recklinghausen war stolze 15 Jahre alt und litt seit seiner Geburt an einer Krankheit namens Ataxie. Trotz dieser Behinderung hatte der Maine-Coon-Kater ein erfülltes Leben. Laut seiner Besitzerin war er bei allen Nachbarn bekannt.

Als sie die Nachricht erhielt, dass ihr geliebter Kater eingeschläfert wurde, waren sie und ihre Familie am Boden zerstört. „Zwischen Trauer und Wut“ konnten sie einfach nicht fassen, wie das passieren konnte. Erst kurz zuvor hatte sich ihr geliebter Schützling aufgemacht zu seinem täglichen Spaziergang im Freien und jetzt sollte er tot sein?

Katze in NRW: Tierschutz schläferte Tier ohne Erlaubnis der Besitzer ein

Was war passiert? Trotz seiner Erkrankung war es möglich, dass Kater Winnie täglich nach draußen durfte. Dabei streifte er laut Familie nur in der Nachbarschaft umher. An seinen Lieblingsplätzen konnte sie den Kater stets abholen, wenn er mal länger als gewöhnlich unterwegs war. Bisher hatte es nie ein Problem gegeben.

Doch an dem schicksalshaften Tag, dem 8. September, kam Winnie nicht nach Hause und tauchte auch nicht an seinen üblichen Orten auf. Die Familie war besorgt und wollte schon eine Vermisstenanzeige in den Sozialen Medien aufgeben, als sie genau dort einen Post sah. Offenbar hatte eine Frau ihren Kater gefunden und dem Tierschutz übergeben. Noch mal Glück gehabt, dachte sich die Familie – doch weit gefehlt!

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Die beliebtesten Katzen-Rassen in Deutschland:

  • Platz 1: Britisch Kurzhaar
  • Platz 2: Bengal
  • Platz 3: Maine-Coon
  • Platz 4: Perserkatze
  • Platz 5: Siamkatze
  • Platz 6: Ragdoll-Katze

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Denn bei dem Telefonat mit dem Verein „Aktiver Tierschutz Recklinghausen“ stellte sich Folgendes heraus. Ein Tierarzt hatte den Kater untersucht und eine weit fortgeschrittene Krebserkrankung festgestellt. Daraufhin hatte er Winnie sofort eingeschläfert – ohne deren Einverständnis, weil es nicht möglich gewesen wäre, die Besitzer ausfindig zu machen.

Katze in NRW: Familie erhebt schwere Vorwürfe gehen Tierschutzverein

Auf Facebook veröffentlichte die Mutter der Familie einen detaillierten Bericht der tragischen Geschichte. „Keiner von uns konnte etwas sagen, ich erinnere mich an wenige Momente, in denen so viele Tränen flossen, wie in diesem“, erzählte die Frau aus Recklinghausen. Sie kann nicht fassen, wie der Tierschutzverein gehandelt hat. Man hätte wenigstens etwas warten können, bevor solch eine schwere Entscheidung, wie ein Tier einzuschläfern, gefällt wird.

Im Telefonat mit dem Tierschutz habe sie sich ihren Angaben zufolge den Vorwurf gefallen lassen müssen, dass es unverantwortlich gewesen sei, den Kater in seinem elenden gesundheitlichen Zustand alleingelassen zu haben. In dem Moment der Trauer habe sie diese Vorwürfe als empathielos wahrgenommen.

Dem Vorwurf des Tierschutzes widerspricht sie vehement. Winnie sei regelmäßig beim Tierarzt untersucht worden, auch wegen seiner angeborenen Krankheit. Dort wurde seine Gesundheit genau beobachtet und bisher sei alles in Ordnung gewesen.

Die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Marlene Steltner-Lange, hat das Telefonat gegenüber der Recklinghäuser Zeitung bestätigt.

Katz in NRW: Trauer um Winnie – Recklinghäuser bekunden ihr Mitleid

Die traurige Geschichte von Kater Winnie hat im Netz hohe Wellen geschlagen. Auf Facebook zeigen die User Mitgefühl mit dem Kater uns seiner Familie. Viele wünschen ihnen Kraft in dieser schweren Zeit. Es sei „ungeheuerlich“, was ihnen widerfahren ist. Die Frau aus Recklinghausen bekommt aber auch Anerkennung für ihre Beherrschung und ihr ruhiges Auftreten, sowohl im Netz als auch gegenüber dem Tierschutzverein. Sie wolle sich nicht weiter beschweren, weil das eh nichts bringen würde. „Wir wollen aber, dass Winnies Geschichte nicht sinnlos bleibt und ein Happyend findet.“ Darum wolle sie mit diesem Post zum Nachdenken anregen, damit anderen Tierhaltern nicht das gleiche passiert.

„Ich wüsste nicht, wie ich in diesem Fall reagiert hätte. Ich schätze, ich wäre durchgedreht und wäre der Dame vom Tierschutz an die Gurgel gegangen - auch wenn das leider nichts mehr ändert“, sagte eine Bekannte der Geschädigten.

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Die Familie kann noch immer nicht fassen, dass ihr Kater nun nicht mehr unter ihnen ist. Sie könne nicht verstehen, warum ihr geliebter Winnie ohne große Nachforschungen eingeschläfert worden ist.

Sie hofft nun, dass der Fall eine Lehre für Tierheime ist, etwas länger mit solch schwerwiegenden Entscheidungen zu warten. (mbo)